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Mittwoch, 19. November 2014

Nachts im Priesterseminar

Eingang zum Speisesaal
Herbstzeit ist Tagungszeit. Die für mich dritte und in diesem Herbst letzte Veranstaltung, ein Workshop zur Berufungspastoral, verbringe ich in einem Priesterseminar. Das hatte ich noch nie. 

An sich haben wir mit den Seminaristen nichts zu tun, aber allein schon das Haus ist beeindruckend. Es ist etwa 400 Jahre alt, war mal Benediktinerkloster und steht unmittelbar neben dem Fuldaer Dom.


 
Sozusagen das Hinterteil ... äh...
die Rückseite vom Dom.
Nicht ohne Grund: der Dom wurde an das Kloster angebaut, als Stiftskirche. (So wurde es mir eben von einem der Lehrer hier erzählt, nachgeprüft habe ich es nicht.) Die Rückwand des Domes passt sich nahtlos in den Innenhof der Abtei ein.

 


Keine Predigtkanzel in der Kirche, sondern...
das Lesepult für die Tischlesung im Speisesaal!
Jedenfalls gehe ich staunend durch diese Flure und versuche mir die 50-100 Mönche vorzustellen, die hier gelebt haben. Auch wenn das Gebäude prachtvoll ist, so waren die einzelnen Männer doch persönlich bettelarm - und mit Sicherheit haben sie im Winter jämmerlich gefroren!

Freitag, 7. November 2014

I-Pad auf benediktinisch

Gerade war ich auf einer Tagung zur Medienarbeit der Ordensgemeinschaften. Die meisten Teilnehmer gehören zu den sogenannten "tätigen" Orden, also zu denen, die in Pfarren, Krankenhäusern, Altenheimen, Kinderdörfern usw. arbeiten. Insofern war Sr. Antonia eine Ausnahme: sie ist Benediktinerin, also keine "tätige" Schwester, sondern eine beschaulich lebende Nonne. Natürlich arbeitet sie auch - aber nur innerhalb des Klosters. Ihre Gemeinschaft hat eine Hostienbäckerei und eine Stickerei für liturgische Stoffe und Gewänder.
Die Benediktiner geloben die "stabilitas", d.h. sie treten in ein Kloster ein und bleiben dann bis zu ihrem Tod an diesem Ort. Heute sind sie nicht mehr so streng, sonst hätte Sr. Antonia nicht zu dieser Tagung kommen können, aber auch sie wird - wenn alles gut läuft - ihr Leben lang an ihrem jetzigen Standort bleiben. Stabilitas, Stabilität eben.
Mitgebracht hatte Sr. Antonia ihr I-Pad nicht. Wozu auch?
Warum erzähle ich das?
Sr. Antonia hat ein I-Pad. Kein neues, sie hat es gebraucht gekriegt. Eigentlich eine feine Sache, es hat nur eine kleine Macke: wenn sie damit von ihrem Zimmer in ihr Büro geht (das sind etwa fünf Meter), dann sucht sich das I-Pad die nächste W-Lan-Verbindung. Nichts Besonderes? Naja, eigentlich nicht, nur braucht Sr. Antonias I-Pad eine geschlagene Stunde, bis es wieder im Netz ist.
Der Freund, der es ihr geschenkt hat, wusste um die Macke. Er dachte wohl, bei ihrer Lebensweise würde es nicht stören. Irgendwie hat er ja recht: es ist vermutlich der Prototyp der Nonnen-I-Pad, das Apple dann doch nicht in Serie gegeben hat. Mit Stabilitas-App.

Samstag, 18. Oktober 2014

Stille Tage im Taubenschlag

Gestern habe ich ja schon ein bisschen von meinen Exerzitien erzählt. Heute möchte ich etwas zu dem Kloster schreiben, in dem ich war.
Es ist eine kleine Gemeinschaft, z.Zt. neun Nonnen, die sich hier zum Gebet zurückgezogen haben, am Rand eines klitzekleinen Dorfes inmitten von Feldern und Wäldern. Das Haus ist groß, und das ist auch gut so, denn die Nonnen verlassen es normalerweise nicht. 
Ihre Hauptaufgabe ist das Gebet, auch das Gebet für die Welt. Dafür müssen sie einen Spagat machen: sie führen einerseits ein kontemplatives, ein beschauliches Leben. Damit das gelingt, müssen sie einen großen Teil der Welt aussperren, denn dafür brauchen sie Zeit und Ruhe. Früher gab es dafür ein Gitter, dass die Nonnen tatsächlich ein- und Besucher ausschloss.
Andererseits leben sie nicht für sich selbst und für ihr eigenes Seelenheil. Sie beten für die Welt und wollen ein Zeichen dafür sein, dass allein von Gott her Sinn und letzte Erfüllung des Lebens geschenkt wird. Deshalb haben sie das Gitter geöffnet. Sie stehen in lebendigem und herzlichem Austausch mit vielen Menschen, die Rat oder seelsorglichen Beistand suchen, und selbstverständlich sind sie immer bestens über das Geschehen in der Welt informiert.
Ich komme gerne an diesen Ort, gerade wegen dieser beiden Pole, wegen des offenen Gitters. Hier finde ich Stille und eine spirituell tiefe Begleitung, die ich sonst nicht habe. Gleichzeitig ist nichts daran verkrampft.
Das spüren auch andere: in den 10 Tagen, die ich dort war, habe ich etwa 40 (!) Gäste erlebt. Okay, den Großteil machte eine Gruppe der KFD aus, die irgendeine Veranstaltung hatte und vorher zu den Schwestern in die Messe kam (Montagmorgen um 7:15!), aber auch sonst war ein reges Kommen und Gehen: Einzelgäste, kleine Gruppen, zu den Gottesdiensten, zur geistlichen Begleitung oder eine andere Schwester zum Urlaub - ein bisschen wie im Taubenschlag.
Wie ich dabei trotzdem Exerzitien, "Stille Tage" machen konnte? Das ist das Tolle: die Atmosphäre der Stille ist für die Nonnen eben lebenswichtig. Auch wenn 30 Gäste in der Messe sind, setzen sich am Schluss die Schwestern noch einmal hin. Eine Schwester bringt die Gäste raus an die Haustür, plaudert dort durchaus auch noch sehr freundlich ein wenig, aber alle anderen warten in der Kapelle, bis sich die Unruhe vor der Tür gelegt hat und können dabei den Gottesdienst nachklingen lassen. Erst dann ziehen sie schweigend aus der Kapelle aus - vorbei am offenen Gitter. Sie müssen es nicht mehr abschließen. Sie haben keine Angst vor der Welt, denn sie tragen die Stille in sich.


P.S.: Übrigens passt sehr gut dazu, dass die Impulse zu meinen Exerzitien von lauter Harry-Potter-Zitaten durchsetzt waren. Aber davon erzähle ich nächste Woche...

Freitag, 17. Oktober 2014

Exerzitien - Erholung auf dem Exerzierplatz

Nun bin ich also wieder da. 10 Tage war ich zu meinen jährlichen Exerzitien in einem Kloster in der norddeutschen Pampa.
Als ich losfuhr, haben manche Freunde und Kollegen nur verlegen gelächelt, manche haben mir beherzt "Gute Erholung" gewünscht und eine grinste: "dann exerzier mal schön".
Ja, was denn nun? Exerzierplatz oder Erholung?
Mein Impuls am ersten Tag war ein Text von Andreas Knapp. Er beginnt: "Übung nähert dich dem Meister". Darum geht es. Exerzitien sind geistliche Übungen, mit denen wir versuchen, uns Gott zu nähern. Natürlich geht es dabei nicht um die Überbrückung einer Distanz. Jesus Christus hat schon längst - und ein für allemal - den Graben zwischen Gott und Mensch überwunden. Er steht (so sagt er selbst) vor der Tür und klopft an. Wir müssen nur noch diese Tür (unseres Herzens) öffnen, dann wird er bei uns einkehren.
Naja, nur?
Das ist so eine Sache. Es kann tatsächlich ganz einfach sein. Ich bin da, Gott ist da - passt. Aber leider verrammeln wir selber diese Tür nur allzu oft und müssen sie dann mühsam wieder frei räumen.
Wir sind in unserem Alltag ja auch einfach nicht mehr an Stille gewöhnt. 10 Tage ohne Musik, Nachrichten, Internet..., das kann eine echte Herausforderung sein. Und selbst in der Kirche ist uns Stille und Leere fremd geworden. Wir machen unglaublich viele Worte und legen so viel Wert auf die äußere Form der Gottesdienste, dass kaum noch Raum und Kraft für die innere Sammlung bleibt.
In den Exerzitien gibt es die Chance, es anders zu machen. Einfach hinsetzen und still werden! In der Kapelle, im Zimmer oder, wenn das Wetter mitspielt, gerne auch draußen. 
Diese Form verbinden viele wohl eher mit dem Zen-Buddhismus. Dass auch das Christentum von Anfang an meditiert (schließlich ging Jesus 40 Tage zum Beten in die Wüste und wurde damit zum Vorbild der sogenannten Wüstenväter) und eine starke mystische Bewegung hat, ist leider kaum bekannt.
"Übung nähert dich dem Meister" - also war ich doch auf dem Exerzierplatz? Ja, irgendwie schon. Es war auch mächtig anstrengend! Andererseits sind 10 Tage Ruhe natürlich auch erholsam und v.a. dienen die Übungen ja dazu, die eingerostete Herzenstür zu öffnen. Je öfter man das versucht, desto weiter geht sie auf. Je weiter sie sich öffnet, desto mehr dringt Gott ein.
"Erholsam" ist vielleicht das falsche Wort... Schön war es, sehr schön. 

Samstag, 4. Oktober 2014

Segen

Am Donnerstag ist unser Haus eingesegnet worden. Es ist ja eigentlich ein altes Haus, aber wir sind doch (wieder) neu eingezogen und vor wenigen Tagen ist endlich die Hauskapelle fertig geworden. Ein Mitbruder, Pater Manuel, war zu einem kurzen Gottesdienst gekommen und hat anschließend auch die anderen Räume gesegnet.
Vorher hatten wir noch besprochen, wie das ablaufen sollte. Manche Schwestern hatten Wert darauf gelegt, dass er auch ihr Zimmer einzeln segnen sollte und da nicht alle da waren, hatten wir uns darauf geeinigt, dass er in alle Räume dürfte (und sollte), deren Tür er offen fand.
Ich sah uns im Geiste schon in langer Prozession durch das Haus laufen und fragte mich, ob die Schwestern es mir sehr übel nehmen würden, wenn ich meine Tür zuließe - denn ich war seit Tagen nicht richtig zum Aufräumen gekommen. Sicherheitshalber hab ich dann "optische Ordnung" geschaffen (so richtig hat es erst gestern am Feiertag geklappt) und brav die Tür geöffnet, damit niemand Anstoß daran nehmen kann, dass im zweiten Stock ein Zimmer ungesegnet bleibt.
Es war eine schöne Feier, aber ich musste doch darüber nachdenken, was dieses Segnen von Gegenständen uns eigentlich bedeutet. Natürlich finde auch ich es schön, wenn ein Haus eingesegnet wird. Und die Hauskapelle war vor kurzem noch ein Büro, da finde ich es sogar ... "zwingend" ist vielleicht zu viel gesagt, aber da finde ich die Einsegnung doch sehr angebracht.
Aber was geschieht denn eigentlich dabei? Wir haben gesungen und Gott um seine Nähe und seinen Schutz gebeten - für das Haus, seine Bewohner und alle, die darin ein und aus gehen. Das wird zeichenhaft ausgedrückt mit dem Weihwasser, das anschließend versprengt wird.
Wenn jetzt jemand darauf besteht, dass eine Etage darüber nochmal extra Weihwasser nötig ist, so kommt mir das doch recht magisch vor. Das gesegnete Wasser, das doch eigentlich nur ein Zeichen ist (es weist auf etwas anderes hin), scheint plötzlich selber eine Wirkung zu haben. Die Schwestern, die das so wichtig finden, kennen es aus ihrer Kindheit und dem frühen Ordensleben nicht anders, und ich hüte mich, über sie zu urteilen! Aber wenn man mal drüber nachdenkt, kommt es mir doch so vor, als hätten wir Angst, Gott würde uns nur dann schützen, wenn wir daran gedacht haben, unsere Zimmertür für das Weihwasser zu öffnen. Das aber hieße, dass wir Gottes Handeln von unserem abhängig machen, dass wir Gott zu etwas zwingen wollen - und das ist das Wesen der Magie, eine Stufe der Religiösität, die das Christentum eigentlich überwunden hat. 
Schon im Judentum kommt der Wandel: Gott will eben keine Opfer (die ihn ja eigentlich bestechen und zu bestimmten Wohltaten nötigen sollen), sondern bekehrte Herzen. Ganz sicher gilt das für die Nachfolger Christi, der Gleichnisse wie das vom barmherzigen Vater erzählt hat oder von den Tagelöhnern im Weinberg und der im Tempel gewütet hat, weil er den ganzen Kult in der damaligen, kommerzialisierten Form ablehnte. Was würde er zu Menschen sagen, die dem Heiligen Antonius 5 Euro opfern, damit sie ihren Schlüssel wiederfinden? Wohlgemerkt: nicht als Dank nach Wiederfinden, sondern vorher, während der Suche! (Und sie beteuern, dass es funktioniert, d.h. der Hl. Antonius scheint tatsächlich korrupt zu sein, traurig, traurig...)
Ganz im Ernst: Gott ist so viel größer als wir es uns in unserem beschränkten Verstand ausmalen können - ich bin zuversichtlich, dass er auch diejenigen liebt und schützt, die kein Weihwasser abbekommen haben.

Sonntag, 13. Juli 2014

Geschöpf und Schöpfer



Am Wochenende war ich wieder einmal bei den Dominikanerinnen in Lage, einem meiner Lieblingsklöster. Es liegt inmitten von Feldern und kleinen Wäldern im platten Osnabrücker Land. Ich war früh da, endlich war die Sonne rausgekommen, und so erbat ich mir von der Gastschwester einen Haustürschlüssel und ging noch eine Runde spazieren. 
Wie schön die Welt doch ist, wenn sie vom Menschen kultiviert und gepflegt aber nicht unterworfen wird! Ich bin kein Naturromantiker, ich sehe durchaus, dass die Natur auch brutal ist. Und natürlich nutzt der Mensch die Erde, sie ist nicht einfach nur schön. So steht es im Übrigen ja auch in der Bibel, es ist der Auftrag Gottes an uns: bebaut die Erde, macht sie euch nutzbar, pflegt sie.
Wenn man in der Stadt wohnt, vergisst man das leicht. Dort dreht sich alles um den Menschen und seine Bedürfnisse. Dort sehen wir nicht mehr, wie hoch ein Baum normalerweise wird – und wie krumm er werden kann. Wir sehen viel Obst und Gemüse, aber nicht mehr, wie es wächst. Milch und Brot kaufen wir in der Plastiktüte – wann sehen wir mal eine Kuh oder ein Getreidefeld?
Jetzt hatte ich das alles auf einmal: Korn- und Maisfelder, Kartoffeläcker, Obstbäume, Kühe – und jede Menge Pflanzen und Tiere, die nicht vom Menschen genutzt werden, jedenfalls nicht zur Nahrung, sondern nur zur Erholung: Blumen, Gräser, „Unkraut“, Vögel, Frösche und eine Katze!
Und ich dachte, es ist doch schade, dass wir in unseren Städten so weit weg sind von all dem. Ist es ein Wunder, dass wir mit der Harmonie der Geschöpfe auch den Schöpfer aus dem Blick verlieren?
Ich jedenfalls versuche immer mal wieder eine "Schöpfungs-Pause" einzulegen: mir wieder der Schönheit dieser Welt bewusst zu werden. Jedes Mal bringt mich dieses Aufatmen unmittelbar in Kontakt mit dem, der ihr Ursprung ist.

Montag, 30. Juni 2014

Fußball im Kloster

Ordensfrauen sollen beten. Und arbeiten. 
Für die Menschen da sein und das Reich Gottes bauen.
So wird es uns öfter entgegen gebracht und es ist ja auch richtig.
Ja, wir beten und arbeiten, wir versuchen, mehr für andere dazu sein als für uns selbst und wollen damit am Reich Gottes bauen.
Das heißt aber nicht, dass wir nicht auch ein bisschen Spaß haben dürfen, oder?
Die meisten Ordensleute, die ich kenne, leben mitten in der Welt. Auch viele sogenannt "Kontemplative" in der päpstlichen Klausur nehmen interessiert Anteil am Weltgeschehen. Wir wissen, dass es mehr und Wichtigeres gibt als diese Welt, aber solange wir noch Teil davon sind, ziehen wir uns nicht ganz aus ihr zurück. Wir sind im Himmel verwurzelt, dadurch können wir Bodenhaftung bewahren. 
Warum erzähle ich all das? 
Wir stehen im Achtelfinale der WM, heute Abend spielt Deutschland gegen Algerien. Das muss man nicht wissen. Dafür muss man sich nicht interessieren. Aber ich verfolge die Spiele mit einiger Begeisterung (und mit großer Anteilnahme für die Gastgeber, für die wir eifrig beten). 
Und nur wegen dieses Interesses habe ich eine Sonderaktion entdeckt und konnte heute in einer online-Druckerei einen WM-Rabatt mitnehmen: An jedem Spieltag der DFB-Elf gibt es für online-Bestellungen 11% Ermäßigung.
Schön, dass ich noch eine größere Bestellung geplant hatte! Und auf das Spiel heute abend freue ich mich jetzt noch ein bisschen mehr. 

Samstag, 7. Juni 2014

Luxus

Wenn man im Internet den Begriff "Luxus" sucht, erhält man mehrere Millionen Antworten. Unsere Gesellschaft scheint viel davon zu halten. Aber was ist Luxus eigentlich?
Der Duden definiert ihn so: "kostspieliger, verschwenderischer,... nicht notwendiger, nur zum Vergnügen betriebener Aufwand; Pracht, verschwenderische Fülle". Wikipedia definiert etwas anders: "Verhaltensweisen, Aufwendungen oder Ausstattungen, welche über das übliche Maß (den üblichen Lebensstandard) hinausgehen bzw. über das in einer Gesellschaft als notwendig oder sinnvoll erachtete Maß." 
Meine eigene Definition hat von beiden etwas. Ja sicher, Luxus ist nur zum Vergnügen da - aber kostspielig muss er deswegen noch lange nicht sein. Luxus geht über das Notwendige hinaus - aber ist deshalb nur das Luxus, was auch über dem Lebensstandard der Gesellschaft liegt, in der ich lebe? Ich denke nein.
Für mich sind auch die kleinen Dinge Luxus, die ich mir hin und wieder gönne in dem klaren Bewusstsein, dass sie mehr sind, als ich zum Leben und Überleben brauche. Auch wenn ich weiß, dass Tausende um mich herum sie auch haben, das nimmt doch nicht weg, dass ich gerade ein Gut genieße, das über das Notwendige hinausgeht.
Ich kam auf den Gedanken, als ich heute morgen mein Müsli mit auf mein Zimmer nahm - im Kloster ein absoluter Luxus! Ein Frühstück, das nicht nur gesund ist, sondern auch noch schmeckt und das ich obendrein ganz in Ruhe einnehmen kann - was für ein Genuss! Wieviel mehr ist das, als so viele andere haben! Ich habe kein Recht darauf, das habe ich mir nicht verdient, es ist ein großes Glück und ein Geschenk, dass ich einen solchen Wohlstand und Frieden erfahren darf.
Und ich bin zutiefst überzeugt: je mehr wir unsere Sinne und unser Herz öffnen und diesen kleinen Luxus wahrnehmen, den wir Tag für Tag erfahren, je mehr wir fähig werden, diesen kleinen Luxus zu genießen, desto reicher werden wir werden - und das ist nicht kostspielig.

Freitag, 9. Mai 2014

Tag der offenen Klöster

Morgen ist es soweit! Über 350 Klöster und Konvente in ganz Deutschland öffnen ihre Türen für Besucher - auch Bereiche, in die sonst niemand reinkommt.
Wir freuen uns auf Sie und Euch: In Schwalmtal-Waldniel, in Bergisch Gladbach-Refrath und in Eltville-Erbach warten wir ab 15:00 gespannt, wer alles kommt. Wir zeigen unsere Häuser, Kapellen und Kinderdörfer und beantworten gerne Ihre und Eure Fragen. Ende ist jeweils mit der Vesper (17:30 bzw. 18:00).

Achtung: 
es gab eine Fehlmeldung in der Zeitung! In Eltville beginnen wir nicht mit einem Gottesdienst! Die Openair-Messe ist erst am 25.5. - an unserem Sommerfest.

Samstag, 26. April 2014

Hochzeit im - nein: am Kloster

Heute ist Samstag. Der Samstag vor dem Weißen Sonntag. Der 26. April. 
Das ist sozusagen der ideale Hochzeittermin.
Unsere Gemeinschaft wohnt in einem großen Haus. Viele Klöster sind groß. Aber unser Haus ist besonders prächtig, weil es einmal eine Villa war, die wir vor über 60 Jahren sehr günstig kaufen konnten.
Weil das Haus so schön ist, ist es ein beliebtes Fotomotiv für die diversen Hochzeitspaare der Umgebung. Auch unser Park ist wunderschön. Seinetwegen haben die Schwestern das Haus damals gekauft: sie brauchten Platz, um ein Kinderdorf zu bauen. Inzwischen leben um das Kloster herum also über 100 Kinder und Erwachsene. 
Das merkt man aber nicht, wenn man ein Fotomotiv sucht. Dann sieht man nur ein riesiges Haus im englischen Landhausstil inmitten von z.T. exotischen Bäumen und z.Zt. blühendem Flieder.
Wir teilen unsere schöne Fassade und auch unseren Flieder gerne mit allen Frischvermählten, die für ihr Hochzeitsalbum einen dekorativen Bildhintergrund suchen. Klar, kein Thema! Nur, ihr lieben Brautpaare, eine Bitte hätten wir:
Es gibt echt viele von euch (was wir im Prinzip natürlich sehr begrüßen), heute waren fünf hier. Bitte sagt euren heiratswilligen Freunden und merkt es euch für eure eigene nächste Hochzeit: Bevor ihr geschlagene 30 Minuten in unserem Vorgarten und vor unserem Eingang posiert, wäre es echt ziemlich nett, wenn ihr mal kurz fragen würdet, ob das für uns in Ordnung geht. So von wegen der Höflichkeit. Ihr braucht auch nicht verlegen in sicherer Entfernung zu warten, in der Hoffnung, dass wir im Haus verschwinden und euch nicht bemerkt haben. Einfach fragen oder besser noch vorher anrufen, wir beißen nicht.
Ach, und Gottes Segen für euer gemeinsames Leben.


Sonntag, 20. April 2014

Osterjubel - Schokohasen

Unsere Kapelle in Riga in der Osternacht
Der Herr ist auferstanden!
Nie habe ich diesen Satz mit solcher Freude und echtem Jubel gesagt und gesungen wie in meinem ersten Jahr im Kloster. Wir hatten uns durch endlos lange Kartage mit Fasten und düsterer Liturgie gequält (so schien es mir damals, inzwischen bin ich daran gewöhnt und freue mich sogar darauf). Jetzt der Osterjubel - eine Erlösung! Endlich wieder "Halleluja" singen, laut und fröhlich. Licht und Leben in der Kirche, die Orgel erklingt wieder. Zu Hause dann das Festmahl. Endlich! Jesus lebt, der Herr ist da, er hat den Tod überwunden - was für ein Grund zum Feiern, was für eine Freude!
Irgendwie tun mir die Menschen leid, für die heute nur Hasenfest ist: ein normaler Sonntag, an dem zusätzlich zum üblichen Wohlstand noch Schokolade in Hasenform auf den Tisch kommt. Ich würde ihnen gerne von meiner Freude abgeben.

Donnerstag, 13. März 2014

Umzug: Es geht los...

Heute geht's los!
Das ganze Schwesternhaus zieht um. 
Eigentlich ist es gar nicht so dramatisch, wir müssen nur in das umgebaute Haupthaus, das ein paar Schritte von unserem 60er-Jahre-Bau entfernt liegt. Viele Schwestern haben schon Sachen einzeln rüber gebracht, das Haus ist bekannt usw.
Aber trotzdem: 14 Frauen ziehen dort ein, davon sind 10 über 60 Jahre. Im Moment sind wir noch 20 im Haus, entsprechend viel Gewusel. Außerdem haben in diesem Haus seit über 50 Jahren bis zu 40 Schwestern gewohnt. Irgendeine Vorstellung, was sich da in den Kellerräumen ansammelt? Nein, bestimmt nicht!
Also: heute fangen wir erstmal mit den Schlafräumen der zweiten Etage an, morgen dann wahrscheinlich die der ersten. Bin gespannt, wann wir auch mit allen Gemeinschaftsräumen drin sind.

Freitag, 7. Februar 2014

Es wird...

So sieht unser neuer barrierefreier Eingang in Schwalmtal jetzt aus. Merkt ihr was? Jaaaa, zugegeben: so ganz barrierefrei ist er noch nicht, das letzte Stück fehlt. Aber: es wird...

Montag, 3. Februar 2014

Durchbruch

Im Zentrum unseres Kinderdorfes steht eine große Villa, "Haus Clee". Als die Schwestern 1952 nach Waldniel kamen, war es das einzige Gebäude auf dem Gelände und baufällig. Es ging den Schwestern damals um den Grund und Boden, sie wollten das Kinderdorf bauen und haben das auch rasch getan. 
Aber das Haupthaus blieb natürlich. Zuerst wohnten die Schwestern darin. Dann - als die Gemeinschaft immer größer wurde und sie einen Flachbau als Schwesternhaus errichteten - kamen ins Haupthaus Büros, Tagungsräume und Gästezimmer.
Heute sieht es wieder ganz anders aus: Die Gemeinschaft wird rapide kleiner. Der Flachbau ist dringend sanierungsbedürftig - aber eine Sanierung wäre teurer als ihn abzureißen und neu zu bauen!
Das Haupthaus ist wunderschön, aber es wird nicht optimal genutzt. Was tun?
Genau: wir bauen das Haus um, ziehen ein und reißen den Flachbau (teilweise) ab. Ein spannender Plan - allerdings ist der Umbau schon sehr aufwendig. Wenn man einmal so etwas anpackt, dann sollte man nicht zu kurzsichtig sein. Was ist in fünf Jahren? Was in zehn? Werden wir dann immer noch das ganze Haus bewohnen?
Dazu gehört, dass wir dem Haus jetzt endlich etwas geben, an das die Erbauer 1911 nicht gedacht haben - fast möchte man sagen, woran sie nicht denken konnten: ein sogenannter barrierefreier Eingang. Wir haben versucht, an eine der bestehenden Türen eine Rampe anzulegen oder zu bauen, aber es ging nicht. Also haben wir einen neuen Eingang angelegt: letzte Woche war der Durchbruch. Bald wird wohl die Rampe fertig sein, dann gibt es noch mehr Bilder...



Mittwoch, 8. Januar 2014

Dreikönigssingen

Am Montag waren die Kinder unseres Kinderdorfes ins Schwesternhaus eingeladen - zum traditionellen Dreikönigssingen. Wir waren so ungefähr 100 kleine und große Leute, das Wohnzimmer war rappelvoll. 
Fast jedes Haus hatte etwas vorbereitet:
Von Haus Kranenbruch kamen drei Sternsinger. Vom Birkenhaus kam Julia (Kindernamen alle geändert) und spielte "Ihr Kinderlein kommet" am Klavier. Klar: da konnten alle mitsingen, auch als andere Kinder mit Flöte oder Klavier die ganz bekannten Weihnachtslieder spielten.
Und dann gab es viele, die ein Gedicht konnten. Für manche war es gar nicht so einfach, sich vor den Tannenbaum zu stellen und es aufzusagen. Rosi hatte vor Aufregung alles vergessen! Aber... "Lucy! Du weißt das doch auch, kannst du nicht helfen?" Aber Lucy traute sich nicht, erst als das ganze "Publikum" sie bat vorzusagen, hat sie Rosi schnell den Anfang ins Ohr geflüstert und - schwupps - wusste die den ganzen Text wieder fehlerfrei.
Die kleine Lisa konnte ihr Gedicht auch - musste sich dabei aber an ihrer großen Gruppenschwester festhalten. Nur zur Sicherheit.
Vom Schwesternhaus stellte sich Sr. Laetitia vor den Tannenbaum und erzählte eine Geschichte, vom vierten König. Dann haben wir noch gemeinsam "Stern über Betlehem" gesungen und zum Abschied gab es für jedes Kind eine kleine Süßigkeit.

Es ist nur eine einfache Feier, aber ich mag sie sehr.


Mittwoch, 1. Januar 2014

Ein neuer Anfang

Ich werde wohl nie das Gefühl vergessen, dass mein erstes Silvester im Kloster begleitet hat.
Wir hatten gemütlich zu Abend gegessen, dann gespielt und uns unterhalten, ich glaube, wir hatten sogar "Dinner for one" gesehen. Ein richtiger, schöner Silvesterabend eben.
Und dann waren wir in die Kirche gegangen. Zuerst in die eucharistische Anbetung, dann sangen wir die Komplet, das Abendgebet der Kirche. Schön.
Fünf Minuten vor zwölf. Die Komplet war zu Ende, die Schwestern blieben auf ihren Plätzen. Ich wurde langsam nervös: worauf warten die denn? Gleich ist Mitternacht, da müssen wir doch Feuerwerk gucken! Und mit Sekt anstoßen! Und so... Da muss man pünktlich sein, das ist wichtig, weil... Keine Ahnung, warum, jedenfalls vertrödelt man an Silvester nicht die Mitternacht!
Und dann fing die Vorsängerin an, das TeDeum zu singen, den großen Lobpreis, dazu läutete die Glocke.
Heute weiß ich, dass das kein Versehen war, sondern dass wir dieses letzte Lied bewusst zwei Minuten vor Mitternacht beginnen, damit wir über den Jahreswechsel hinweg unseren Lobpreis singen. Vielleicht glauben die Leute im Dorf deshalb, dass wir mit unserer Glocke einen Frühstart hinlegen, und wir verpassen die ersten Raketen, aber inzwischen ist mir das egal. Inzwischen mag ich es, den Jahreswechsel ganz unter das Lob Gottes zu stellen.
Ein gesegnetes neues Jahr!

Montag, 4. November 2013

Ecclesia semper reformanda...

...oder: Dominikus und Katharina "under construction".
Neulich war ich mal wieder in Lage, einem der drei kontemplativen Dominikanerinnenklöster in Deutschland. Wenn ich Ruhe suche, bin ich da am besten aufgehoben.
Aber diesmal? Das halbe Haus war eine Baustelle! (Um es vorweg zu nehmen: ich habe trotzdem Ruhe gefunden!) Nun denkt man zur Zeit bei den Stichwörtern "bauen" und "Kirche" vielleicht unweigerlich an einen bestimmten Bischof, dessen Namen ich mir hier verkneife, damit mir niemand nachsagen kann, ich wollte die Zugriffszahlen auf unseren Blog mit falschen Suchbegriffen pushen.
Nein. Auch in der Kirche wird ganz seriös und notwendigerweise gebaut und renoviert, jawohl! Alte Häuser müssen einfach instand gehalten werden und genau dass macht das Bistum Osnabrück mit diesem seinem Kloster - das die Schwestern niemals selber unterhalten könnten.
Worum es mir hier geht: ich kam auf meinem Weg durch das Haus immer wieder an zwei Heiligenbüsten vorbei: Dominikus und Katharina von Siena, der Gründer unseres Ordens und sein wohl bedeutendstes weibliches Mitglied. Die Schwestern hatten sie sorgfältig in Plastik gehüllt, damit der Baustaub ihnen nichts anhaben konnte. Und plötzlich erschien mir dies wie ein Symbol für unsere Kirche:
Das äußere Gebäude muss hin und wieder umgebaut und ausgebessert werden. Die Kirche ist "semper reformanda", stets reformbedürftig. Dabei gehen die einen mit mehr Enthusiasmus vor als die anderen, manche stören sich mehr an Dreck und Lärm, andere nehmen beides gelassen als Begleiterscheinung der Erneuerung hin. Aber in einem sind sich alle einig: es gibt ein paar Dinge, die nicht verändert werden dürfen, die zu kostbar sind, zur Substanz gehören und die deshalb vor dem aufgewirbelten Staub geschützt werden müssen.
Ich glaube, es wäre nicht schlecht, uns bei allen Überlegungen und Konflikten, wieviel Reform unsere Kirche braucht, immer mal wieder in Erinnerung zu rufen, welche Schätze uns allen kostbar sind und was uns eigentlich zusammenhält. Eine gemeinsame Basis kann enorm hilfreich sein, wenn man klären will, wohin es eigentlich gehen soll...

Mittwoch, 5. Juni 2013

Lebenswelten

In zwei Wochen werde ich meine neue Arbeitsstelle antreten. Jetzt habe ich die Gelegenheit, meinen Resturlaub zu nehmen und mit dem “Alten“ abzuschließen, so dass ich mit frischer Kraft an meine neue Aufgabe herangehen kann.

Ich verbringe die Zeit in Montenegro, einem Kloster, bei einer Schwester,  die ich schon seit meiner Jugend kenne.
Für mich war es damals sehr wichtig, dieser Frau zu begegnen.
Jetzt bin ich hier in Montenegro und unterstütze sie ein wenig, (Auto fahren, Einkaufen, Leute in den Bergen besuchen, zur Messe fahren....)
Das Schöne daran ist, dass man schnell Kontakt zu Einheimischen bekommt und ein wenig  ihrer Lebenswirklichkeit miterleben darf.
Hier im Kloster ist es schön – allerdings anders schön, denn wir warten auf Wasser für die Zisterne. Es ist kaum noch welches da und so muss man gut überlegen, wann und ob man wäscht, spült oder duscht.
Auch der Strom fällt hier gerne (auch für mehrere Tage) aus. Das bedeutet dann eben, dass es kein Wasser aus der Zisterne, kein warmes Essen, kein Telefon etc. gibt.
Dann ist Umdenken angesagt!
Genau an diesen Stellen merkt man schnell, wie unkompliziert das Leben in Deutschland ist, wo es alles sehr reichhaltig gibt.
Hier in Montenegro leben Moslems, Orthodoxe und Christen gemeinsam.
13 Wochen vor dem Fest des Hl. Antonius trifft man sich zum gemeinsamen Gebet, um verschiedene Anliegen vorzutragen.
Wikipedia
Der Heilige ist Schutzpatron der Städte Padua, Lissabon, Paderborn und Hildesheim sowie der Berufe Bäcker, Schweinehirten, Bergleute und Sozialarbeiter. Er wird sowohl bei Unfruchtbarkeit, Fieber, Pest, Schiffbruch, Kriegsnöten und Viehkrankheiten als auch für das Wiederauffinden verlorener Gegenstände (daher der Scherzname Schlampertoni) angerufen. Auch soll er bei der Partnersuche helfen, wozu z.B. Single-Wallfahrten nach Padua angeboten werden. Dies wurde auch in mehreren TV-Produktionen thematisiert.[2][3] Zudem soll er zu einer guten Geburt, zum Altwerden und zu einer guten Ernte verhelfen. Besonders bekannt ist sein Patronat über die Armen (unter dem Namen Antoniusbrot werden Spenden für Notleidende gesammelt).






Zu jedem Anliegen wird das Vaterunser, das Gegrüßet seist Du Maria und das Ehre Sei Gott gebetet.
Am 13. Juni findet dann der Abschluss in Tuzi statt.
Ich werde sicher davon berichten.
Heute werde ich nun meine 2. albanische Messe im Urlaub  in Tuzi erleben und werde sicher auch von dort etwas zu berichten haben.

Donnerstag, 11. April 2013

Bad mit Schwung

Gerade war ich auf einer Tagung in Münsterschwarzach. Die Benediktiner haben dort ein großes Kloster u.a. mit einem Bildungshaus.
Nun geht es ihnen, wie es den meisten dieser Häuser geht: sie sind schon älter und mussten irgendwann renoviert werden. Das bedeutet zunächst mal für jedes Zimmer eine eigene Nasszelle, d.h. Toilette, Dusche und Waschbecken. So weit so gut.
Und wenn das Zimmer zu klein ist?
Dann muss man sich eben was einfallen lassen. Ich habe herzlich gelacht beim ersten Blick in dieses Bad
mit schwenkbarem Waschbecken. Genial!


Samstag, 15. Dezember 2012

15. Türchen: täglich

Pianisten sagen es manchmal: Wenn ich einen Tag nicht übe, merke ich es selber. Wenn ich zwei Tage nicht übe, merkt es meine Frau. Wenn ich drei Tage nicht übe, merkt es das Publikum.

Ich bin keine Pianistin. Aber das Prinzip kenne ich von mir auch. Bei mir ist es das Beten. Wir beten jeden Tag mehrmals gemeinsam. Darüber hinaus hat jede von uns ihre private Meditationszeit. Und mit der geht es mir genauso, wie den Musikprofis mit dem Üben ihrer Melodien: Bete ich einen Tag nicht (weil ich einfach zu viel zu tun habe oder verschlafe oder so), merke ich es selber - spätestens am nächsten Tag. Bete ich zwei Tage nicht, merken es meine Mitschwestern. Bete ich drei Tage nacheinander nicht, dann kriegen es alle mit, denen ich begegne.

Ich glaube, das geht auch Menschen so, die nicht im Kloster leben. Man merkt ihnen an, was für Gewohnheiten sie haben. Wie ist es mit Ihnen? Haben Sie ein tägliches Ritual, das Ihnen gut tut, Sie vielleicht sogar gelassener macht und das Ihnen fehlt, wenn Sie es einmal auslassen?