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Sonntag, 20. April 2014

Osterjubel - Schokohasen

Unsere Kapelle in Riga in der Osternacht
Der Herr ist auferstanden!
Nie habe ich diesen Satz mit solcher Freude und echtem Jubel gesagt und gesungen wie in meinem ersten Jahr im Kloster. Wir hatten uns durch endlos lange Kartage mit Fasten und düsterer Liturgie gequält (so schien es mir damals, inzwischen bin ich daran gewöhnt und freue mich sogar darauf). Jetzt der Osterjubel - eine Erlösung! Endlich wieder "Halleluja" singen, laut und fröhlich. Licht und Leben in der Kirche, die Orgel erklingt wieder. Zu Hause dann das Festmahl. Endlich! Jesus lebt, der Herr ist da, er hat den Tod überwunden - was für ein Grund zum Feiern, was für eine Freude!
Irgendwie tun mir die Menschen leid, für die heute nur Hasenfest ist: ein normaler Sonntag, an dem zusätzlich zum üblichen Wohlstand noch Schokolade in Hasenform auf den Tisch kommt. Ich würde ihnen gerne von meiner Freude abgeben.

Freitag, 7. März 2014

Verzicht auf den Verzicht

Die erste Woche der Fastenzeit ist schon fast vorbei. Okay, sie ist nicht lang, aber trotzdem: Motivation ist die halbe Miete!
Habt ihr gute Vorsätze? Und... durchgehalten?
Ich nehme mir meistens zu viel vor. Mehr als zwei verschiedene Sachen schaffe ich sowieso nicht, dann gebe ich irgendwann frustriert auf. Besser: von Anfang an reduzieren und mir überlegen, was wirklich wichtig ist. 
Bei vielem hilft mir die Frage: was tue ich stattdessen?
Wenn ich mir die Schokolade oder den Kaffee oder was auch immer ich sonst zu viel konsumiere sechs Wochen lang verkneife - was mache ich stattdessen? Ich fange z.B. in der Fastenzeit regelmäßig an, unglaubliche Mengen Tee in mich reinzuschütten - und merke daran erst, wieviel Kaffee ich sonst trinke. Sehr heilsam!
Früher war ich radikaler, da gab es dann nur Wasser. Aber ich habe gemerkt, dass mich das überfordert und frustriert. (Ich rede jetzt nicht vom echten Heilfasten, das habe ich auch schon gemacht und fand es toll, aber das ist etwas anderes.) Wenn ich merke, dass ich mir zu viel vorgenommen habe, muss ich einen Gang zurückschalten, sonst verliere ich die Freude. 
Fasten soll uns doch stärken - dafür brauchen wir Erfolgserlebnisse, auch beim Verzichten. Und die Erkenntnis, dass wir darin so begrenzt sind, ist auch eine Frage der Demut. Seien wir gnädig mit uns und unserer Schwachheit.

Fortsetzung folgt...

Freitag, 24. Mai 2013

Schokohexe

Seit dem Umzug habe ich mein Büro in einem Gebäude des Kinderdorfes. Früher war hier eine Kinderdorffamilie drin und neulich kamen zwei der ehemaligen Bewohner gucken: die Erzieherin Manuela und der kleine Andi*. Sie schauten sich begeistert um, was aus ihrer Wohnung so alles geworden war - lauter Büros und Besprechungsräume - und zogen dann fröhlich wieder ab.
Ein paar Minuten später stand Andi wieder in der Tür, eine Schachtel in der Hand. Manuela hatte wohl im Nachbarbüro noch etwas zu besprechen und er musste warten. Er streckte mir die Schachtel entgegen: "Spielst du mit mir 'Schokohexe'?"
Selten habe ich so bedauert, zu einem Termin zu müssen, wie in diesem Moment, aber ich hatte wirklich keine Zeit. Ich glaube, ich war enttäuschter als der Knirps, dass ich ablehnen musste.
Aber diese Begegnung hat mich auf die Idee gebracht, ein Glas mit verschiedenen Sorten Bonbons auf meinem Schreibtisch aufzustellen. Wenigstens will ich jedem Kind, das mich besucht, etwas anbieten können. Seither hat sich gezeigt, dass auch Erwachsene gelegentlich eine solche Stärkung gerne annehmen - Kinder natürlich sowieso.
Eben kam Thomas* von der benachbarten Tagesgruppe, den ich vor zwei Tagen kennengelernt habe. Er ist etwa 12 Jahre alt, hatte heute einen Freund mitgebracht und beide erzählten mir ein bisschen von sich. Ich war gerade dabei, Kopierpapier zu bestellen und die beiden fingen an, mit mir über die Vor- und Nachteile von Recyclingpapier zu diskutieren. Schließlich schlug Thomas vor, ich sollte ein Paket zur Probe bestellen, den Vorschlag fand ich gut und die beiden gingen zufrieden ihre Bonbons lutschend ihrer Wege.

*Namen geändert

Mittwoch, 29. August 2012

Nachlese

 


Gestern kam Sr. Dominika in mein Büro. Stellt mir ein Kästchen auf den Schreibtisch. "So!" "Was ist das?" "Das sind Pralinen, die hab ich zum Jubiläum geschenkt bekommen. Ich hab noch mehr gekriegt, die kann ich gar nicht alle allein essen. Und deiner Kollegin nebenan hab ich ein paar Blumen mitgebracht, auch von meinen Geschenken. Ich weiß doch, dass ihr im Büro sonst immer vergessen werdet!"
Wow! Danke schön!

Sonntag, 4. Dezember 2011

Überraschender Besuch: Sint & Piet !

Ich bin grad wegen meines Studiums in den Niederlanden. Hier bin ich zu meiner Überraschung auf etwas gestoßen, was ich gar nicht erwartet habe.
"Eintritt verboten! Arbeitsplatz vom Nikolaus! "
Natürlich! Nikolaus! - Da ich zu Beginn meines Klosterlebens einige Monate in den Niederlanden leben durfte, war mir sofort klar, dass das AUSNAHMEZUSTAND bedeutet! Wie konnte ich das nur vergessen? Also habe ich mich auf die Lauer gelegt und habe doch tatsächlich vom Sint und einem seiner Gehilfen die Erlaubnis bekommen das Zimmer mit den Geschenken zu betreten!

So viele schöne Geschenke!
Auf dem runden Tisch sind die ganzen wirklichen Gaben, die gibt es erst heute Abend. Auf dem anderen Tisch liegen die Geschenke, die auf humoristische Weise ein Geschehen aus dem letzen Jahr aufgreifen,
alle mit einem Begleitschreiben in Versmaß!
Die Schwestern werden sicher viel Freude daran haben! Und ich, naja, ich bin ja zum Arbeiten hier...






Aber, als ich wieder an die Arbeit gehen wollte, wartete auch eine kleine Überraschung auf mich! Ohne Reime zwar, aber mit viel Liebe. Sogar den obligatorischen Schoko-Buchstaben habe ich bekommen. Allerdings, nich das H, wie es eigentlich sein müsste, da man den Anfangsbuchstaben seines Namens bekommt. Sondern das J. - Aber der Sint war um eine Erklärung nicht verlegen. "Du hast doch auch einen Namen unter dem Habit?" (Gemeint ist der Namen, den ich vor meinem Klostereintritt hatte). "
Also hab ich das Schoko - J meines Taufnahmens mit Freuden entgegengenommen und lasse es mir mit Kaffee auf der Zunge zergehen. Gesegnet Nikolausfest auch euch!

Mittwoch, 13. April 2011

Kinderarbeit



Vor einiger Zeit gab es in den VS aber auch über die ganze Welt einen Wettbewerb, wie am besten Nestlé dazu zu bewegen ist, ihre Produkte ohne Kinderarbeit (unter erbärmlichen Umständen) herzustellen (im vergangenen Jahr hat die Firma angefangen, Fair Trade "Kitkat" herzustellen. Aber das ist erst der Anfang)
Dies ist der Gewinner. Es gibt mehrere Möglichkeiten, den kleinen Hasen zu aktivieren; es macht Spass!

This Easter we want you to spring into action!

Spread the word & egg on your family & friends to demand that Nestlé use traffik free chocolate in all their products. Together let's ask them,
What comes first, the Children or the egg?

Make Mr. Cocoa Bean your profile pic on Facebook, Twitter, LinkedIn, your blog, etc. and
look below for a basketful of ways to do more!



Thanks to STOP THE TRAFFIK’s campaign and worldwide consumer power, last year Nestlé gave us one Fair Trade chocolate bar; the 4-Finger Kit Kat. But we are hopping mad that 98.9% of Nestlé’s chocolate products may still use trafficked child labour. We won’t stop until we’ve eggstinguished all the trafficked chocolate in our shops. Read more about our chocolate campaign here.

Spring into action!
Make him social!

Make Mr. Cocoa Bean your profile picture on Facebook, Twitter, LinkedIn, your blog, everywhere you have a profile! Tell everyone you know about STOP THE TRAFFIK's chocolate campaign and get them to hop on board, too!
You can use Twibbon to add Mr. Cocoa Bean to your favourite profile picture, like our intern Elizabeth did
.
E-mail him!

Add Mr. Cocoa Bean to your automatic e-mail signature and spread the word with every e-mail you send.
Have a crack at Nestlé!

Find Nestlé on Facebook, Twitter, LinkedIn, their webpage, in the news, anywhere, and tell them to hop on board! You can make your own crack or use ours.

"Hey Nestlé, check out my profile pic! I'm having a crack at you because I want you to set an eggsample and hop on board with 100% traffik free chocolate!"

Don't forget to use #Nestle on Twitter.

Mr. Cocoa Bean Easter Card
Send Nestlé an Easter card!

Make your own card, add a personal message.

Find the postal address for the Nestlé closest to you here
How to make him your own!
To download Mr. Cocoa Bean, right click on the large image above 'The Winning Slogan!' and select 'Save As'.