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Mittwoch, 24. August 2011

WJT 5: Meister Eckehard und die memory card

Da sind wir also wieder zu Hause. Am Sonntag noch die Messe mit dem Papst, dann fröhlich zum Kloster zurückgeströmt, erstmal duschen. Die Jugendlichen hatten noch Kraft für einen lustigen Abend, ich bin lieber im Haus geblieben. Am Montag hatten wir noch einmal Messe mit der kleinen Gruppe aus China, die ebenfalls im gleichen Kloster untergebracht war. Abends sind wir nach Charleroi geflogen, haben dort auf dem Flughafen übernachtet und sind gestern morgen in Riga gelandet.
Es war alles in allem eine tolle Woche, voller positiver Eindrücke und interessanter Begegnungen. Klar, es gab auch Unschönes und Pannen, und zwischendrin wurde mir klar, dass ich eigentlich gar nichts von Madrid sehe. Aber die Stimmung in der Stadt war so schön, dass sie mich für alle Paläste und Kathedralen entschädigt hat.
Nun kann ich zwar viel erzählen, aber so ein Blog wird ja eigentlich durch Bilder erst richtig interessant. In diesen Beiträgen fehlen Bilder fast völlig, auch wenn ich jetzt nachträglich noch ein paar einfüge. Das liegt daran, dass ich zuerst keine Möglichkeit hatte, Bilder hochzuladen - und später die memory-card meiner Kamera verloren habe. Keine Bilder, von der ganzen Fahrt nicht! Genauer gesagt nur etwa ein Dutzend, die ich auf einer kleinen Zusatzkarte noch habe.
Einige Situationen haben andere auch festgehalten, die bekomme ich wahrscheinlich also noch. Andere habe nur ich erlebt oder geknipst, diese Bilder sind weg. Eigentlich finde ich das schon ziemlich schade, aber ich merke, dass ich mich nicht sonderlich aufrege. Ich habe mich rechtzeitig an Meister Eckehard erinnert. Dieser mittelalterliche dominikanische Mystiker hat uns gelehrt, dass wir nichts festhalten sollen. Wir müssen alles lassen, nicht einmal Gott sollen wir festhalten. Na ja, dann wird das ja wohl auch für so ein paar kleine Bilder gelten, oder?
Nur die eine Aufnahme, wie die Brüder aus dem Mainzer Noviziat im Habit Limbo tanzen - das ist schon ein echter Verlust!!! ;-)

Samstag, 20. August 2011

WJT 3: Murgs oder 21 Floehe

"Murgs" ist das lettische Wort fuer Albtraum. Mein persoenlicher Murgs dieser Reise heisst "Atocha". Das ist eine Metrostation, an der wir uns am Mittwochabend verabredet hatten. Wir wollten nach einigen Stunden Freizeit in kleinen Gruppen alle gemeinsam essen gehen, anschliessend auf die dominikanische Fiesta und dann zusammen nach Hause fahren.


Als ich um 20:30 in Atocha ankam, erwarteten mich da genau 2 von 22. Einige hatten schon gesmst, dass sie nicht rechtzeitig da sein koennen. Andere blieben einfach verschwunden und es war auch sofort klar wieso: Atocha ist riesig! Allein die Metrostation hat drei Ausgaenge, aber es gibt auch noch einen Bahn- und einen Busbahnhof, durch die man rauskommen kann.


Nach einer halben Stunde hatten wir mit viel Hin- und Hertelefoniererei den Grossteil der Gruppe zusammen. Drei Maedchen hatte ich intensiv gesucht, bis klar war: sie sind ueberhaupt nicht in Atocha! Sie sind irgendwo im Park de Retiro, nebenan, keine Ahnung, wieso sie so weit vom Weg abgekommen sind. (und das ist jetzt nicht moralisch gemeint!) Als wir die drei schliesslich aufgegabelt hatten, war es 22:00. Einen Teil der Gruppe hatten wir schon nach Hause geschickt, die waren einfach nur noch fertig gewesen. Es war inzwischen dunkel, wir waren hungrig - und 5 zum Glueck Erwachsene fehlten immer noch. Als die sich meldeten, sie seinen der Heimfahrergruppe in die Arme gelaufen und haetten sich ihnen angeschlossen, hatten wir Uebrigen die Wahl: ebenfalls frustriert nach Hause fahren oder doch noch zur Fiesta gehen, wenigstens fuer eine halbe Stunde.


Wir haben uns fuer das zweite entschieden - und es nicht bereut! (siehe unten)


Heute habe ich dann einige von den 21 Floehen, die ich hueten muss und die besonders leicht weghuepfen, an die kurze Leine genommen. Ein komisches Gefuehl, aber ich glaube, eine Grossstadt wie Madrid kann auch eine Ueberforderung sein.


Jetzt ist es 0:50, der 21. Floh ist gerade ins Haus gehuepft - mit nur 50 Minuten Verspaetung. Deshalb geh ich jetzt unter die Dusche und dann ins Bett. Gute Nacht allerseits!


P.S.: Ich liebe meinen Job!

Donnerstag, 18. August 2011

WJT 1: Endlich da!

Kaum zu glauben: wir sind in Madrid! Mit 11 Jugendlichen und 10 jungen Erwachsenen bin ich vorgestern hier angekommen. Leider habe ich hier in Madrid Schwierigkeiten, Bilder ins Netz zu stellen, deshalb kann ich es nicht illustrieren sondern nur beschreiben: wir haben fuer die Hinreise am Montag ueber 14 Stunden gebraucht, hauptsaechlich, weil wir in Charleroi (bei Bruessel) einen 6-stuendigen Aufenthalt hatten. Der erste Tag bestand also hauptsaechlich aus Warten.
Am Dienstag sind wir dann schon ganz in das WJT-feeling eingetaucht, spaetestens beim Eroeffnungsgottesdienst am Abend auf der Plaza de Cibeles. Ein Fahnenmeer! So viele Menschen aus so unterschiedlichen Laendern und alle lachen sich freundlich an und werden ploetzlich still um miteinander zu beten!
Eine aus der Gruppe hat angefangen, Fahnen zu sammeln, fotografisch. Wir sind einfach auf die Jugendlichen zugegangen, "Hola!", wenn wir die Fahne nicht kannten, haben wir gefragt, woher sie kommen und dann haben wir uns zusammen fotografiert. Unglaublich, wenn man so alles kennenlernt! Singapur, Korea, China, Nigeria, Oregon, Kanada, Kenia - und sogar Deutsche! Jede Menge sogar. Sehr lustig, wie begeistert man wildfremde Landsleute begruesst, wenn man weit weg der Heimat aufeinandertrifft... Und immer wieder Leute, die deutsche Wurzeln oder in der Schule deutsch gelernt oder mal in Deutschland gelebt haben... Sie alle, alle reden einen freundlich an, und freuen sich ueber diesen netten Zufall.

Fortsetzung folgt, dann erzaehle ich auch von der Fiesta OP, auf der wir eben waren...

Samstag, 7. Mai 2011

Liedwettbewerb für den Weltjugendtag in Madrid

Im August ist der nächste große Weltjugendtag in Madrid. Eine Freundin von mir hat dafür ein Lied komponiert. Unter http://madridmeencanta.org/ficha.php?id=106275403 kann man im Internet dafür voten. Vielleicht hört man sie dann in Madrid...
Ich finde das eine gute Möglichkeit, dass der Weltjugendtag nicht nur ein "Event" für Jugendliche wird, sondern dass sie diese Tage selbst mitgestalten können und ihrem Glauben Ausdruck verleihen können, sich selbst einbringen können - auch schon im Vorfeld. Vielleicht können dann mit Bine gemeinsam noch mehr junge Menschen spüren und erleben: "Ich bin tief verwurzelt..."

Sonntag, 19. September 2010

Weltjugendtag in Riga

Vor zwei Stunden dachte ich noch, es wird bestimmt nichts draus, aber jetzt... Wir fahren nach Madrid!
Heute abend war das erste Treffen einer kleinen Gruppe, die zusammen zum Weltjugendtag fahren will, im August 2011. Es sind Jugendliche aus unserer Sonntagsschule, deren Freunde, eine Studentin, die bei uns im Haus wohnt und eine junge Frau, die schon beim letzten Weltjugendtag mit unseren Schwestern in Köln war.
Ich selber bin eigentlich schon zu alt, der WJT ist gedacht für 16 bis 30jährige. Auch in Köln konnte ich nur noch als Organisatorin dabei sein. Damals waren wir Gastgeber, jetzt also andersherum. Spannend.
Riga - Madrid, das ist ganz schön weit. Wenn alle mitfahren, die heute da waren, dann wird die Gruppe ziemlich bunt gemischt. Teuer wird das Ganze, zu teuer für den einen oder die andere. Aber: wir kriegen das hin.

Ich mag Herausforderungen!

Sr. Barbara, Riga