Montag, 11. Februar 2013
Der Papst...
Freitag, 16. September 2011
Abschied
Ich habe Lettland in 2 1/2 Jahren liebgewonnen. Die Menschen, die Natur, die Musik, die Liturgie ... - und den lettischen Meerrettich! So fiel mir der Abschied nicht ganz leicht. Viele Menschen haben mir beim Abschiednehmen geholfen: Freunde, unsere Studentinnen aus dem Haus, Gemeindemitglieder und natürlich die Mitschwestern - mit allen habe ich Abschied gefeiert, mich drücken und mir liebe Sachen sagen lassen. Ich habe Blumen, Süßes, einen Bären mit der Aufschrift "Jemand in Lettland hat dich sehr lieb" und manch anderes geschenkt
Trotzdem... Eigentlich wollte ich gestern noch ein letztes Mal ans Meer fahren, ganz allein. Dann hab ich das nicht mehr geschafft, es war noch so viel zu packen und zu putzen, und außerdem fing es dann an zu regnen. Da dachte ich: "Du hast dich gar nicht richtig verabschiedet."
Aber ist das richtig? Ich war zweimal am Meer mit dem Bewusstsein: oft kommst du hier nicht mehr hin. Aber beide Male fand ich es nicht schön genug, ich wollte für meinen Abschied den optimalen Moment und habe mir eingeredet: "ich komme schon nochmal hierher!" Hätte ich doch die beiden Besuche intensiver genutzt...
Wenn das jetzt mit meinem ganzen Leben so geht? Wenn ich eines Tages sterbe und denke: aber ich wollte doch noch einmal ... ? Keine Chance: Wenn der Abschied kommt, muss man gehen. Es hilft, wenn man weiß, wohin man geht und man sich darauf freut. Aber vorbereiten sollte man sich trotzdem. Hier und jetzt leben und nehmen, was kommt und sich daran freuen - nicht warten auf das Leben an einem fernen, optimalen Tag.
Es ist noch nicht zu spät: heute ist der erste Tag vom Rest meines Lebens.
Freitag, 26. August 2011
Aufbruch
Ich erinnere mich noch sehr genau an jene schlaflose Nacht vor genau zwei Jahren, in der ich bei der Lektüre des „grünen“ Buches über P. Lataste über ein Zitat von ihm gestolpert bin, das mich nicht mehr losgelassen hat. P. Lataste ringt zu diesem Zeitpunkt um seine Berufung, er überlegt, ob er ins Kloster gehen soll:
„Bin ich zum Ordensleben berufen?
Kann ich ein solches Leben aushalten? Ich kenne es ja überhaupt nicht. Ich habe immer nur ein paar Tage oder Stunden im Kloster gelebt. Da habe ich mich sehr wohlgefühlt, aber wie wird es sein, wenn ich dieses Leben immer führen muss? Woran kann ich erkennen, ob ich berufen bin?
Pater Chevalier hat gesagt, das muss man ausprobieren, einen anderen Weg gibt es nicht. Dafür ist das Noviziat da. - Und Pater Chevalier hat gesagt: Wenn Gott jemanden beruft, gibt er ihm auch die Gnade, dieser Berufung entsprechend zu leben. Auf diese Gnade muss man vertrauen.
Die Leute sagen: Das Leben im Kloster ist hart und schwer. - Aber ist nicht jedes Leben hart und schwer, ja unmenschlich, wenn man nicht dazu berufen ist? Wenn es den eigenen Veranlagungen und Begabungen nicht entspricht? Wenn aber jemand zum Ordensleben berufen ist, fällt ihm dieses Leben leicht, dann macht ihn gerade ein solches Leben glücklich und frei zum Dienst am Nächsten, zum Dienst vor Gott.
Ja, ich glaube, der Prior hat recht, das muss man ausprobieren. Ich weiß nicht, ob Gott will, dass ich ein Ordensmann werde; aber er will, dass ich es versuche. Da bin ich ganz sicher. Wenn ich jetzt seinem Ruf folge, wird Gott weiter zu mir sprechen. Ich muss nur gut zuhören.“
Ich fand mich in diesen Überlegungen wieder. Damals war ich mit genau derselben Frage für ein paar Wochen nach Bethanien gekommen. Und mir wurde immer deutlicher bewusst, dass ich den nächsten Schritt tun musste. Ich habe mich schließlich auf den Weg gemacht, habe es ausprobiert. Es gab Phasen, in denen ich mir ganz sicher war, dass Gott will, dass ich in Bethanien lebe, dass genau das meine Berufung ist. Und doch gab es auch immer wieder Zeiten des Zweifels, des Infrage-Stellens, Zeiten, in denen ich mir nicht mehr sicher war, was Gott mit mir vor hatte oder in denen ich nicht mehr wusste, was ich selbst wirklich wollte. Die Kandidatur und das Postulat dienen genau der Klärung dieser Frage. Ja, beim Postulatsbeginn hatte ich meine Bereitschaft erklärt, mich zu prüfen und prüfen zu lassen, ob ich zu einem Leben in der Gemeinschaft der Dominikanerinnen von Bethanien berufen bin. Und – wie es auch P. Lataste sagt – in dieser Phase ist es ganz besonders wichtig, auf die leise Stimme Gottes in uns zu hören, mit IHM im Gespräch zu bleiben und SEINEM Ruf zu folgen. In den letzten Monaten war das manchmal sehr schwierig, inmitten des Prüfungsstress IHM wirklich zuzuhören – aber ich habe ganz deutlich gespürt, dass ER mir etwas zu sagen hat. Und ich habe mich sehr auf meinen Urlaub gefreut, darauf, endlich Zeit für IHN zu haben, zur Ruhe zu kommen und auf IHN hören zu können. Und doch war das, was ER mir zu sagen hatte, so ganz anders als ich erwartet hatte. Doch Schweige-Exerzitien brachten mir eine Klarheit, mit der ich nicht gerechnet hatte, zumindest nicht so schnell: Nein, ich bin nicht zum Ordensleben berufen. Ich liebe Bethanien und Bethanien ist und bleibt meine Spiritualität. Bethanien wird immer einen wichtigen Platz in meinem Herzen und in meinem Leben haben, aber das ist nicht die Lebensform, zu der ich berufen bin. Diese Erkenntnis ist zugleich schmerzhaft und befreiend. Es tut weh, so viele geliebte Menschen zurück zu lassen, es ist nicht leicht, den eigenen Lebensentwurf wieder
über Bord werfen zu müssen und sich ganz neu zu orientieren. Aber es erfüllt mich auch mit großer Freude und Dankbarkeit, dass ich nun mehr Klarheit habe, dass ich diese wichtige Frage jetzt endlich beantwortet habe, und dass ich in Bethanien leben durfte. Und es war genau richtig, dieses Leben in Bethanien auszuprobieren, es war genau das, was Gott von mir wollte. Es war eine Zeit, die für mich kostbar und wertvoll war, in der ich mich selbst besser kennen gelernt habe und dem, was Gott mit mir vor hat (oder eben auch nicht) immer mehr auf die Spur kommen konnte. Trotz allem, was manchmal auch schwierig war, was nicht meinen Vorstellungen und Wünschen entsprach, kann ich insgesamt nun sehr zufrieden und versöhnt auf diese Zeit zurückblicken: Mit der gleichen Haltung mit der Gott – so wie uns der erste Schöpfungsbericht erzählt – auf sein Schöpfungswerk schaut: Und Gott sah, dass es gut war.
DANKE!
Donnerstag, 9. September 2010
Noch einmal: Bethanische Gemeinschaft
| Thanksgiving-Dinner bei Sr. Renata |
| Abschied: Sr. Sara, Sr.Pia Elisabeth |
Dienstag, 7. September 2010
Schon Abschied!
| Kathleen und Anne: "emotional erschöpft" |
Freitag, 23. Juli 2010
Versetzt!
Das ganze war der Abschiedsausflug für unsere Jüngste, Sr. Hannah. Sie ist heute morgen mit Sr. Sara zusammen nach Deutschland geflogen, wohin sie ab sofort versetzt ist.
Das war lange geplant, alle wussten es. Ich verstehe auch, dass es sein muss und richtig ist usw. Trotzdem... Ich möchte schreiben: "Gehorsam ist ein blödes Gelübde!" oder "Wer braucht eigentlich Verfügbarkeit?" Aber ich weiß, dass das nicht den Kern der Sache trifft. Wir sind alle mit dieser Versetzung einverstanden. Niemand von uns murrt leise gegen "die Oberen", die uns das Leben so schwer machen. Das Leben ist ganz von selber nicht immer einfach.
Ich krieg mich schon wieder ein. Dann stell ich vielleicht auch ein paar schöne Bilder zusammen und schreibe nachträglich was über unseren Ausflug. Und auf jeden Fall sehen wir Hannah im Oktober wieder. Dann fliegen wir alle vier zu ihrer Ewigen Profess nach Deutschland.
Mittwoch, 21. April 2010
Abgesang auf meine Hausschuhe
Danke! - und tschüss
Sr. Barbara, Riga