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Montag, 6. Juli 2015

Frag doch mal ... nach der Abtreibung!

Frag doch mal die Schwester, Teil 12:
Ist Abtreibung erlaubt, wenn die Geburt des Kindes mit ziemlicher Sicherheit den Tod der Mutter zur Folge hätte? Dann wäre die Entscheidung für das Kind doch gleichzeitig Selbstmord, der ja auch verboten ist!
Die Frage hat verschiedene Unterpunkte, die für die Fragestellerin z.T. schon geklärt waren, die ich hier aber noch mal abhake, damit keine Missverständnisse entstehen:
1) Wir (die Fragestellerin und ich) gehen davon aus, dass Abtreibung ganz allgemein erst mal nicht in Frage kommt, weil sie menschliches Leben zerstört.
2) Wir gehen auch davon aus, dass Selbstmord, also die bewusste und willentliche Selbsttötung, für uns nicht in Frage kommt, weil sie dem Willen Gottes widerspricht.
3) Wir gehen in diesem Fallbeispiel davon aus, dass es praktisch keinen Zweifel am Tod der Mutter im Falle der Geburt gäbe. Das wird in der Realität nicht oft der Fall sein, aber es geht darum, eine moralisch-philosophische Grundsatzfrage zu klären.


Es bleibt die Frage: was wiegt schwerer, das Leben des ungeborenen Kindes oder das der Mutter? Und gibt es eine Vorschrift der Kirche für die Mutter/die Eltern?
Darauf ist die Antwort ziemlich eindeutig: es gibt keine klare Vorschrift. In einem solchen Fall ist die Entscheidung der Mutter und ihrem Gewissen überlassen, denn man kann von der Mutter nicht verlangen, sich für ihr Kind zu opfern. 
Ich persönlich finde ja, dass man einem Kind keinen Gefallen tut, wenn man ihm von Anfang an die Mutter nimmt, aber das kann man natürlich auch anders sehen und ich werde mich hüten, Empfehlungen zu geben. Ich bin ja nicht in dieser Situation. Mir bleibt nur, weiterhin fleißig für alle werdenden Mütter, bzw. Eltern zu beten, besonders für diejenigen, die in einer Konfliktsituation sind. Und für die Frauen/Eltern, die mal ein Kind verloren haben. Und für die Frauen, die mal abgetrieben haben. Und für die Frauen, die gerne schwanger wären, bei denen es aber nicht klappt.

Bildquelle: JMG@pixelio.de

Freitag, 29. Mai 2015

Niederlage der Menschheit

Eigentlich wollte ich mich zum Thema Homoehe nicht äußern. Das Thema ist zu komplex für die relativ kurzen Texte dieses Blogs. Dachte ich eigentlich.
Aber jetzt hat der Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin die Volksabstimmung in Irland mit den Worten kommentiert, das sei "nicht nur eine Niederlage der christlichen Prinzipien, sondern auch ein wenig eine Niederlage der Menschheit" (hier gehts zum Artikel von Radio Vatikan).
Dazu möchte ich dann doch etwas sagen. 
Ich bin über die Entscheidung der Iren auch nicht glücklich. Aber gleich den Niedergang der ganzen Menschheit kommen zu sehen, finde ich ... na, sagen wir mal etwas problematisch. Dafür sind homosexuelle Partnerschaften längst viel zu selbstverständlicher Bestandteil unserer Gesellschaften geworden. Und - machen wir uns doch nichts vor! - Homosexualität ist weder eine Mode oder Erfindung der Neuzeit noch eines bestimmten Kontinents. Es gibt sie einfach. Sie ist eine Spielart des menschlichen Lebens. Es bleibt nur die Frage, wie wir damit umgehen.
Da reicht die Bandbreite der Möglichkeiten wohl so etwa von der Todesstrafe bis zur völligen Gleichstellung. Durch die Jahrhunderte und die verschiedenen Kulturen hindurch wurde Homosexualität überwiegend verfolgt, verboten und oft schwer geächtet. Jetzt schlägt das Pendel zur anderen Seite aus. Man erzählt uns, ob homo oder hetero sei völlig egal, und ob ein Kind Vater und Mutter oder zwei Väter oder zwei Mütter habe, das sei doch alles einerlei.
Ich bin anderer Meinung. Ich finde, es macht einen gewaltigen Unterschied, ob ein Kind Vater und Mutter hat oder nicht. Und wenn ich sehe, was unseren Kindern schon in der Grundschule über ihre sexuelle Identität erzählt wird, dann wird mir ganz anders. Ich finde, wenn ein Mann und eine Frau den Mut haben, sich lebenslange Treue zu versprechen und auch noch Kinder zu bekommen, dann sollten sie dabei unterstützt werden. Deshalb bin ich für eine Unterscheidung! Nicht um die Homosexuellen herabzuwürdigen, sondern weil ich überzeugt bin, dass unsere Gesellschaft mehr für ihre Familien tun sollte.
Trotzdem möchte ich mit meinen Sorgen nicht übertreiben. Ich hoffe, dass sich der Homo-Hype und vor allem der Genderwahnsinn irgendwann auch wieder legt. Dass sich das Ganze dann einpendelt. Und dass wir dann sehen, dass die Menschheit keine Niederlage erlitten hat, sondern einfach einen Pendelschlag fortgeschritten ist.

Sonntag, 26. April 2015

Unendliche Weiten

Wurzeltrollwohnung mit gepflegtem
Vorgarten (englischer Rasen)
Schon als Kind hatte ich viel Phantasie. Lange bevor Astrid Lindgren "Ronja Räubertochter" schrieb und wir von Rumpelwichten und Graugnomen erfuhren, war mir klar, dass die Wurzeln großer Bäume auf jeden Fall bewohnt sind.
Das sieht man doch!
Ich rede nicht von dem Alter, wo man das wirklich glaubt, der magisch-animistischen Phase, sondern von den wunderbaren Jahren, in denen man schon einen ziemlich realistischen Blick hat, aber immer noch genug Kind ist, um in seinem Geist unendliche Weiten zu öffnen. Im Spiel geht alles. Ich kann Cowboy und Indianer sein, Ritterfräulein und Drachentöter, Raumschiffkapitän, Agentin, Fee oder Zauberer...
Mehrfamilienhaus mit zwei separaten Eingängen
- und Einliegerwohnung im Keller!
Ich glaube, dass diese Jahre unglaublich kostbar sind. Früh genug müssen wir lernen, dass eben nicht alles möglich ist, wie klein unsere Welt ist, wie groß die äußeren Zwänge und wie beschränkt unsere Möglichkeiten. Umso wichtiger ist es für die Entwicklung eines Kindes, einige Jahre den Geist frei streifen zu lassen und unbeeindruckt von Denkverboten einfach alles zuzulassen. So können sich Vorlieben, Interessen und Träume entwickeln, die später vielleicht einmal zu Visionen werden. Eine erste kindliche Einordnung der Welt geschieht.
Manchmal glaube ich, dass in unserer Gesellschaft viele Kinder zu wenig von dieser Freiheit haben. Welche Achtjährigen können denn noch alleine durch den Wald streifen und sich dort von der Natur anregen lassen? Wie viele Kinder kennen verschiedenste Comic- und Fantasygeschichten - aber aus dem Fernsehen, nicht aus ihrer eigenen Phantasie? Natürlich regen auch diese Geschichten die Phantasie weiter an, aber ungefähr so wie die künstlichen Appetitverstärker in Hamburgern den Hunger anregen.
Also, wenn hier niemand wohnt,
dann weiß ich es nicht...!
Ich wünsche unseren Kindern Zeiten und Orte, wo sie ihren Gedanken unbeschwert und unbegrenzt freien Lauf lassen können und dass sie sich nicht zu früh abfüttern lassen mit fast-food-fantasy. Und uns wünsche ich, dass wir die Weite, die wir als Kinder hatten, nicht vergessen - und dass wir hin und wieder noch mal einen kleinen Wurzeltroll entdecken.

Montag, 9. März 2015

Gegen den Trend

In der zweiten Frühschicht war Sabine dran: Was passiert eigentlich mit unseren alten Smartphones, Fernsehern oder CDs, wenn wir sie wegwerfen?
Und wieder kam die Kinderarbeit ins Spiel: Kinder, die in Afrika auf Müllhalden arbeiten, auf denen europäischer Elektroschrott auseinandersortiert wird. Sie verdienen sich ein bisschen Geld mit den Edelmetallen, die die Teile hergeben und stehen ansonsten mitten in dem giftigen Rest, z.B. in dem Qualm des verbrennenden Plastiks.
Unsere Jugendlichen dürfen z.T. noch kein eigenes Smartphone haben, das geht im Kinderdorf erst ab 14. Diejenigen, die eins haben, erzählten prompt von Klassenkameraden, die ihres alle paar Monate gegen das neueste Modell austauschen.
Das können unsere Jugendlichen natürlich nicht, schon rein finanziell nicht. Aber jetzt konnten wir ihnen sagen, dass es auch noch ethische Gründe gibt, sein altes Handy länger zu benutzen. Eine zeigte ihres auch sofort ganz stolz: jede Menge Macken, aber "tut's doch noch!"
Dabei haben wir auch besprochen, wie schwer ein solcher Satz manchmal fällt. Ich bin als Schwester außerhalb der Mode. Ich habe mich einmal entschieden und mache mir jetzt nicht mehr allzuviel Gedanken darum, was "in" ist, oder was man angeblich so alles besitzen muss. Aber für jemanden, der mit 13 oder 14 Jahren seinen Schulalltag zu bestehen hat, für den sieht das naturgemäß ganz anders aus. Da ist die Meinung und das Urteil der Gleichaltrigen einfach wichtig. Wir können die Jungs und Mädels nur darin bestärken, nicht jeden Trend mitzumachen, sondern ihren eigenen Weg zu finden. Denn Gott hat uns als Originale geschaffen - Kopien gibt es schon genug.

Donnerstag, 5. März 2015

Kirche halbdunkel

Wieder einmal gestalten wir in der Fastenzeit für die Jugendlichen unseres Kinderdorfes Frühschichten. Morgens um 6:00 in der halbdunklen Kirche auf die Empore klettern (wo man sonst nie hinkommt), das ist schon ein bisschen spooky, und hinterher gibt's Frühstück im Schwesternhaus.
Die Gruppe ist nicht sehr groß, wir haben im Kinderdorf z.Zt. mehr Kleine, aber das ist umso mehr ein Grund für dieses Angebot: weil die Gruppe relativ klein ist, wird sie bei den normalen Gottesdiensten für alle meistens ein wenig vernachlässigt. Und dabei haben Jugendliche so spannende Fragen an die Welt, die Kirche, Gott - und überhaupt!
Baumwollernte an der Elfenbeinküste
Bildquelle: Badische Zeitung Archivbild AFP
Unser Thema ist dieses Jahr (angelehnt an die Misereor Jugendfastenaktion) "Wir brechen die Flut". Gemeint ist die Konsumflut mit ihren Auswirkungen in den Entwicklungsländern.
Ich bereite die Frühschichten zusammen mit Sabine, einer Erzieherin vor, und als wir zu dem Thema recherchiert haben, wurde uns ganz anders. Klar weiß man so einiges, aber wenn man es dann genauer wissen muss und auch ein paar Bilder braucht, um es zu veranschaulichen, dann wird erst klar, worum es eigentlich geht.
In der ersten Woche haben wir über Baumwolle gesprochen. In den Kindermessen war in derselben Woche das Thema "Energie sparen", und so konnten wir gleich noch mitnehmen, dass es ganz schön viel Energie verbraucht, bis so eine Jeans produziert und an den Niederrhein in unsere Läden transportiert ist. Aber eigentlich ging es uns um etwas anderes:
Ich hatte Bilder gefunden von Kindern bei der Baumwollernte in Afrika und von Jugendlichen in einer Näherei in Bangladesh. Die Jugendlichen sahen sofort: das Mädel an der Nähmaschine war so alt wie sie selbst, der Junge auf dem Feld noch einige Jahre jünger. Ein Mann in einer Färberei stand barfuß in den Chemikalien usw. Keine schöne Vorstellung.
Schließlich die Preisschilder in unseren Läden: nach all den vielen Menschen, die an der Produktion beteiligt waren und die auf einmal ein Gesicht bekommen hatten, kostete das Teil dann 1,99 €. Wie das?
"Je billiger ein T-shirt ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass daran ein Kind mitgearbeitet hat." Ich gebe zu, dass diese Formel die Tatsachen sehr vereinfacht, aber es war sozusagen eine Zusammenfassung, eine Faustformel zum Behalten. Eins der Mädels meinte betroffen: "Und ich hab mir letzte Woche ein Karnevalskostüm für 8,- € geholt."
Es geht uns nicht darum, den Jugendlichen ein schlechtes Gewissen zu machen. Aber sie sind alt genug, in größeren Zusammenhängen zu denken - und wollen das auch. Gott hat uns seine Schöpfung anvertraut und aufgetragen, uns für die Schwachen und Unterdrückten einzusetzen. Das kann man auch beim Kleiderkauf.

Montag, 16. Februar 2015

Das Krokodil und die Hexe

Das kleine Krokodil neben mir ist von meinem Zauberstab fasziniert: "Woraus ist der?" will es wissen. Wir stehen zusammen mit einem Löwen, einem Eisbär, einem Elefanten (alle gezähmt oder wenigstens gut drauf), einem Fisch, einem Pinguin, zwei Fußballern, einem Zauberer und Batman am Straßenrand und warten darauf, dass der Rosenmontagszug losgeht.
Ich bin sehr stolz auf meinen Zauberstab, und so antworte ich wie aus der Pistole: "Buchenholz mit Drachenherzfaser." Das Krokodil ist angemessen beeindruckt. "Wo hast du den her?" "Hab ich bei Olivander gekauft, der macht die besten" sage ich mit Nachdruck. Das Krokodil möchte wissen, wo Olivander ist, aber es kennt die Winkelgasse nicht, da kann ich ihm jetzt auch nicht helfen.
"Was hat der gekostet? War der teuer?" "Oh ja, Drachenherzfaser ist ja schließlich nicht irgendein Material!" "Ich wette, er hat 100.000 Euro gekostet!" "Aber hör mal! Einen Zauberstab kannst du doch nicht in Euro bezahlen! Dafür brauchst du Zaubergeld." Das sieht das Krokodil ein und fragt nochmal: "Und was hat er jetzt gekostet?" "Ein Goldstück und ein paar kleine Silberlinge."
Das Krokodil ist zufrieden. Aber plötzlich sieht es mich mit seinen großen Augen fest an, ich kann förmlich sehen, wie es seinen Mut zusammennimmt für die nächste Frage. Die kommt dann ganz leise: "Aber in echt kannst du nicht zaubern, oder?"


Freitag, 13. Februar 2015

Frag doch mal nach der Säuglingstaufe!

Frag doch mal die Schwester, Teil 9:
Stimmt es, dass die Babytaufe nicht gültig ist, somit nicht nach Gottessinn, weil sie nicht biblisch ist? 
Ui, das ist wieder eine dieser Fragen, über die ich erst lange nachdenken musste. 
Die sachliche Seite ist schnell geklärt: Die Taufe von Kindern kommt in der Bibel nicht ausdrücklich vor. 
In den Evangelien wird nur berichtet, dass Johannes der Täufer in der Wüste die Menschen tauft. Zu ihm geht auch Jesus und lässt sich taufen, im Fluss Jordan. Jesus selber hat nicht getauft, wohl seine Jünger. Das Matthäusevangelium endet mit dem Missionsbefehl Jesu: "Geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes" (Mt 28,19). 
Später, in den Briefen und vor allem in der Apostelgeschichte (Apg) wird von mehreren Bekehrungen und Taufen in der jungen Gemeinde berichtet. Viele davon werden namentlich genannt, das sind immer Erwachsene. Manchmal heißt es allerdings "mit seinem ganzen Haus", z.B. in der Apg 16, 33: "Er ließ sich mit allen seinen Angehörigen taufen". Jetzt ist die Frage: wer war damit genau gemeint? Die Frau, die Kinder, die Bediensteten, die weiteren Verwandten? 
Um es kurz zu machen: man weiß es nicht genau. Es gibt Argumente für und gegen die Annahme, dass die Kinder mitgemeint sein könnten.
Es gibt auch schon sehr früh eine Diskussion darüber, ob man Kinder taufen soll oder nicht, mindestens seit dem zweiten Jahrhundert. Dazu könnte man jetzt viel schreiben und viele Bibelstellen zitieren, aber dafür verweise ich lieber auf den sehr interessanten Artikel in wikipedia.
Mich persönlich interessiert mehr die Formulierung "nach Gottessinn". 
Wenn wir mal ein bisschen von den einzelnen Bibelzitaten wegzoomen und versuchen, das Neue Testament insgesamt zu sehen, dann kommen wir vielleicht eher dahinter: was ist denn nach Gottessinn? Denn das muss doch die eigentliche Frage sein, hinter jeder unserer Diskussionen!
Wir Katholiken sagen z.B., die Taufe sei ein Sakrament, d.h. ein heilwirksames Zeichen. Evangelische Christen könnten hier widersprechen und sagen, dass wir uns das Heil nicht selber erwirken können - es ist uns doch schon geschenkt! Darauf könnten wir sagen, dass auch die katholische Kirche nicht mehr glaubt, dass wir uns das Heil durch die Sakramente verdienen können oder müssen, so ist das nicht gemeint - und so könnten wir fortfahren.
Aber wenn ich auf den Kern des Evangeliums blicke, dann sehe ich, dass es uns sagt: Gott wartet auf dich. Nein, eigentlich geht er Dir mit offenen Armen entgegen. Er ist in Jesus Mensch geworden, um dich zu befreien, und seine größte Sehnsucht ist es, dass du diese Befreiung nutzt, um Gott die Tür deines Herzens zu öffnen.
Wie du das machst, ist nicht so wichtig.
Hauptsache, du bist dabei, denn das Reich Gottes ist schon angebrochen. Merkst du es nicht?

Wer eine Frage für "Frag doch mal die Schwester!" hat, kann sie mir gerne schicken: sr.barbara@bethanien-op.org

Bildquelle: bardo/pixelio.de

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Buntes Multikulti - gegen den schwarzen IS

Mal ganz ehrlich: "Multikulti" war für mich immer ein etwas abwertender Ausdruck. Ein wenig schwang unterschwellig das mangelnde Problembewusstsein der Gutmenschen mit, die glauben, "irgendwie" haben wir uns doch alle lieb und können deshalb auch alle ganz toll miteinander leben.
Nun ist inzwischen wohl auch dem größten Sonnenblumen-Fan klar, dass das "irgendwie" nicht so ganz klappt. Auf deutschen Straßen demonstrieren sozusagen Delegierte der Kriegsparteien aller Welt gegeneinander, Verfolger und Verfolgte, sowie ihre Sympathisanten. Und oft genug bleibt es nicht beim Parolenschreien.
"Es soll kein Zwang sein im Glauben"
Sure 2, 257
Ist Multikulti deswegen tot?
Ich habe mich selber zum Gutmenschen erklärt und finde: nein! Multikulti ist super. Multikulti ist noch lange nicht tot, eigentlich fängt es gerade erst so richtig an. 
Und das finde ich vor allem deshalb, weil es keinerlei vernünftige Alternative gibt!
Wie komme ich darauf? Vorgestern haben wir in der katholischen Kita (deren Träger Bethanien ist) ein islamisches Fest gefeiert. Nein, nicht Ramadan oder sowas! Die Ahmadiyya-Muslim-Gemeinde hatte eingeladen, gemeinsam einen Apfelbaum zu pflanzen und sich besser kennenzulernen.
Ich kannte sie schon von einer anderen Veranstaltung. Es ist eine moslemische Reformbewegung, weder Schiiten noch Sunniten, eine Minderheit, aber durchaus nicht unbedeutend. Sie setzen sich dafür ein, den wahren Islam bekannt zu machen und verteilen dafür nicht nur Schriften, sondern hatten auch Koranzitate auf bunte Fähnchen geschrieben (Kita-Fest!!!), die von der Friedens- und Freiheitsliebe des Islam Zeugnis geben.
Ich habe mich noch lange mit einigen von ihnen unterhalten. Sie sind verzweifelt über die Taten der IS-Fanatiker. "Das ist nicht der Islam" habe ich immer wieder gehört. Die Gemeinschaft kommt ursprünglich aus Pakistan, und als ich einem Mann sagte, die Christen würden dort so schlimm verfolgt, sagte er: "Wir auch."
Darum bin ich ab sofort für Multikulti. Gutmenschen aller Nationen und Kulturen - vereinigt euch!
Aber kommt man mit bunten Fähnchen der Verständigung an gegen schwarze Fahnen des Terrors? Ich habe kein Rederecht in der UNO oder im EU-Parlament. Also könnte ich schweigen. Oder jammern. Oder schimpfen! Aber lieber schwenke ich mein buntes Fähnchen da, wo man mich eben sehen und hören kann. Mehr nicht. 
Aber auch nicht weniger!

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Pommes für Pater Lataste

Heute abend hatten wir Gäste: die Kinderdorffamilie "Kranenbruch" (keine Ahnung, warum die so heißen, ich glaube nach der Straße, in der sie wohnen, ist nämlich eine Außenwohngruppe).
Sie kamen mit drei Erwachsenen und sieben Kindern sehr vergnügt an, es gab Pommes und Würstchen (das geht bei Kindern immer) und wir haben uns gut unterhalten. Ich glaube, sie haben es genossen, im Schwesternhaus zu Gast zu sein, in dieser Form ist das schon etwas Besonderes. Natürlich laden wir auch sonst schon mal Kinder ein, aber dann geht es einfacher zu, dazu sind es halt zu viele.
Den Kranenbruch haben wir besonders eingeladen, weil die ganze Gruppe einen Malwettbewerb gewonnen hat. Wir hatten anlässlich unseres 100jährigen Jubiläums Karten von unserem Gründer Pater Lataste an die Häuser des Kinderdorfes ausgegeben und sie gebeten, die möglichst schön auszumalen. 
Es war toll, was da alles zurückkam: von Pop Art bis zum Kleinkind-Gekritzel war alles dabei. Auch kam von einigen die Bitte nach einer zweiten Karte, weil manche Kinder Pater Lataste eigentlich lieber behalten wollten!
Aber die Kinder vom Kranenbruch, die haben definitiv den Vogel abgeschossen! Sie haben nicht nur die Karten ausgemalt, sondern jeweils die Figur ausgeschnitten und damit eine ganze DIN A4-Seite gestaltet. Offensichtlich hatte die Kinderdorfmutter ausführlich mit ihnen über Pater Lataste und die Entstehung Bethaniens gesprochen. Die entstandenen Bilder sind einfach großartig.
Ich meine, so ganz haben sie wohl nicht alles verstanden. Das merkt man an einem Bild, auf das ein Kind geschrieben hat: "Pater Lataste hat gesagt: jeder kann ein neuen Lebensweg gehen egal ob im Gefängnis oder im Heim." Das ist zwar nicht richtig - aber so nah an der Wahrheit, das man nicht viel dagegen sagen mag. 
(Übrigens dachte dieses Kind bei dem neuen Lebensweg offenbar nicht an sich selbst - sondern an andere, bedauernswerte Heimkinder, denn wir sind ja kein Heim, sondern ein Kinderdorf!)

Donnerstag, 18. September 2014

Prüde

Kinderpornographie ist ekelhaft. Ich denke, soweit sind wir uns einig. Jetzt sollen die einschlägigen Gesetze zum Schutz der Kinder verschärft werden. Gut so, sollte man meinen - aber nicht alle sind damit glücklich.
Zunächst mal zur Sache: Bisher waren Bilder strafbar, die sexuellen Missbrauch von Kindern zeigten, nicht einfach nur nackte Kinder am Strand oder so. Deutlich wird der Unterschied am Fall des Politikers Edathy: Er besaß große Mengen von Bildern nackter Kinder (vielleicht zum Zwecke anatomischer Vergleichsstudien, keine Ahnung), aber sagte zu seiner Verteidigung: "alles legal erworben". 
Das soll sich jetzt also ändern. Künftig soll überhaupt der Besitz und das Verbreiten von Nacktbilder von Kindern strafbar sein, sofern sie ohne Erlaubnis der Eltern gemacht wurden. Kritiker nennen das "unverhältnismäßig" und befürchten nun eine neue Prüderie.
Dazu möchte ich etwas sagen. Als Erzieherin. Und als Öffentlichkeitsbeauftragte einer Gemeinschaft, die Trägerin dreier Kinderdörfer ist.
Ja, Prüderie ist nicht toll, wir wollen alle nicht in unsere verklemmte Kindheit zurück. Und nein, wir wollen auch nicht, dass jetzt lauter Nachbarn einander verklagen, weil sie sich gezankt haben und ihnen einfällt, dass die anderen doch noch Bilder haben müssen vom letzten Kindergeburtstag im Hochsommer. Aber - hallo? - es geht hier nicht um die Erwachsenen! Es geht um den Schutz von Kindern.
Kinder haben Rechte. In der UN-Kinderrechtskonvention ist sogar ausdrücklich das Recht der Kinder auf Privatsphäre festgehalten. In diesem Fall heißt das: ein Kind hat das Recht darauf, selber zu entscheiden, welche Bilder von ihm veröffentlicht werden. Ist es dazu noch zu klein, liegt die Entscheidung bei den Eltern. Die stehen dann vor der Frage:
Wenn mein Kind nackt rumläuft (wogegen ja erstmal nichts zu sagen ist), muss ich es dann auch in jeder Situation fotografieren?
Wenn ich mein Kind nackt fotografiert habe (wogegen erstmal nichts zu sagen ist), muss ich dieses Foto dann auch veröffentlichen? Oder wird mein Kind später einmal etwas dagegen haben, sich selber so im Internet zu finden?
Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr glaube ich, dass es hier nicht um die Frage von Prüderie oder von einer drohenden Klagewelle geht, sondern vielmehr darum, dass wir uns selber beschränken müssen: nicht alles, was wir ganz harmlos in unserem Alltag erleben und auf Bildern festhalten, gehört in die Öffentlichkeit. Nur gibt es leider inzwischen immer mehr Menschen, die diese simple Tatsache als Einschränkung ihrer persönlichen Freiheit betrachten und deshalb nicht akzeptieren wollen.

Montag, 8. September 2014

Weihnachtsduft - oder warum wir nicht warten wollen

Es ist wieder soweit!
Die Ferien sind vorbei, alle Schulangebote wie Hefte, Zirkel, Bunstifte etc. sind verkauft und müssen dringend durch anderes ersetzt werden.
Höchste Zeit für Printen, Weihnachtsschokolade und Spekulatius!
Ehrlich gesagt, ich kann das gar nicht gut haben. Ich erfreue mich noch am Sommer - auch wenn es viel regnet - und hoffe auf einen schönen Altweibersommer und Herbst.

WER ALSO WILL JETZT GLÜHWEIN UND WEIHNACHTSKEKSE?

Ich habe den Eindruck, dass die Weihnachtsartikel immer früher verkauft werden sollen. Koste es, was es wolle.
Oder liegt es daran, dass wir einfach nicht mehr warten können? Ich meine: Wer wartet schon gerne? Und wir leben doch auch sonst in einem Land, in dem alles schnell und immer zur Verfügung steht. Wir essen ja auch Erdbeeren im Dezember - da haben wir wohl auch ein Recht auf Printen im Sommer!
Oder?
Ich erlebe es oft, dass Kinder und Jugendliche nicht mehr warten wollen. Dabei ist das ja für Kinder noch ziemlich normal, nicht wahr? Aber wenn wir Erwachsenen dem nachgeben - Hand aufs Herz: wir können ja auch immer weniger warten - und das Weihnachtsfest zum Teil schon in den September vorverlegen, dann finde ich das schade, denn dann geht ein Zauber verloren. Der Zauber der Vorfreude, die doch die schönste Freude ist, oder nicht?
Im Warten und in der Vorfreude stellen wir uns doch erst richtig auf ein Fest wie Weihnachten ein. Ich finde, unsere Kinder sollten die Chance bekommen, diesen Spannungsbogen zu erleben - mit Geschichten, Gedichten, mit Backen und mit Basteln. Aber alles zu seiner Zeit. Im Sommer Eis und Melone, im Dezember Spekulatius und Pfeffernüsse. Und Nougat - darauf freu ich mich jetzt schon.

Aber jetzt noch nicht. Jetzt geh ich erst mal raus, die Spätsommersonne genießen, solange sie noch scheint, sonst verpasse ich die noch vor lauter Weihnachtsbloggerei!

Mittwoch, 7. Mai 2014

Im Kreuz ist Leben 5

Im Evangelium vom 3. Fastensonntag ging es um die Begegnung von Jesus und der Samariterin am Jakobsbrunnen (Joh 4,5 ff). Jesus stillt unseren Durst, nicht den nach Wasser, sondern den nach Geborgenheit und Wahrheit. Der Brunnen ist auch auf dem Bild, mit der Gemeinschaft, die wir zum Leben so nötig haben wie das Wasser.

Montag, 31. März 2014

Dominikanische Fastenzeit

Der Tag fing super an:
Wir sitzen andächtig in der Kirche, tiefe, meditative Stille nach der Schriftlesung.
Da hören wir plötzlich draußen einige Kinder singen. Aus dem Ort? Aus unserem Kinderdorf? Egal - jedenfalls führt der Weg einmal um unsere Kapelle herum und sie sangen laut und fröhlich:
"Macht euch jetzt bereit: bis Weihnachten, bis Weihnachten ist nicht mehr weit!"
Oh ja, wie wahr: Als Dominikanerin kann man sich nicht oft genug die Menschwerdung Gottes vor Augen führen. Leiden, Sterben, Auferstehung Jesu Christi? Ja, okay... Aber wäre Gott nicht vorher Mensch geworden, hätte er sich nicht so klein gemacht, als hilfloser Säugling in einer Krippe zu liegen, dann hätte das alles gar nicht passieren können. Das ist das Geheimnis, aus dem wir leben.
Kids, you made my day! :)

Dienstag, 18. März 2014

Ätsch bätsch!

Am Wochenende waren wir mit mehreren Kindern im Circus. Ich hatte mein neues, achtjähriges Patenkind eingeladen - ein ganz besonderes Taufgeschenk, weil ... ach, lange Geschichte.
Dann trafen wir im Circus eine komplette Kinderdorffamilie, die Freikarten geschenkt bekommen hatte. Zwei Erwachsene, sieben Kinder, natürlich haben wir zwei uns noch dazu gesetzt.
Die Vorstellung war stellenweise im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubend. Akrobaten, Jongleure, einmal Pferde und für die Erwachsenen war noch eine besondere Balancenummer dabei. Dazwischen immer wieder die Clowns.
Bei einer dieser Nummern kriegten vier Clowns einen Stuhl ab, der fünfte, Oriol, ging leer aus und fiel auch noch hin. Die anderen vier lachten hämisch: nä-nänä-nä-nä! Während Oriol sich noch mitleidheischend im Publikum umsah, hörte man plötzlich ein kleines Kind laut und deutlich diesen schadenfrohen Ruf wiederholen: nä-nänä-nä-nä! Das war natürlich ein großer Lacher und die Aufforderung für das ganze Publikum, mitzuspielen und die Häme der vier zu teilen.
Ich wusste natürlich, das war ein Spiel, vermutlich waren die fünf sehr zufrieden über die lebhafte Reaktion der Zuschauer - und trotzdem tat mir der arme Kerl leid. Mir war mehr nach einem tröstenden "Ohhh" zumute, also blieb ich still. Sehr spannend fand ich aber, dass unsere acht Kinder auch nicht in das schadenfrohe Gejubel der Menge einstimmten, sondern völlig gebannt, stumm und mit offenen Mündern nach unten sahen. Wie würde es weitergehen mit Oriol? Würde er doch noch zu seinem Recht kommen?
Kollektive Schadenfreude scheint unseren Kindern fremd zu sein. Dazu haben sie selber schon zu viel erlitten und zu oft die Kraft der Solidarität erlebt. Erhaltet euch das!

Montag, 10. März 2014

Wegkreuze


Die Fastenzeit hat begonnen und auch ich habe mir so einige Gedanken dazu gemacht.
Witziger Weise stolperte ich gestern über einen Text in dem stand, dass nun die vierzehntägige Bußzeit beginnt. 
Ein Fehler - sicherlich.
Aber ich kam nicht umhin, mir über diesen Fehler Gedanken zu machen und im Schluss reichen 14 Tage sicher nicht aus, um sich neu zu verorten.
Heute durfte ich Gast in einer Grundschule, im  Religionsunterricht sein.
Die Kinder hatten die Aufgabe zu überlegen, auf was sie denn  in der Fastenzeit verzichten wollten. Eine meinte auf Süßigkeiten.
Die Lehrerin erklärte, dass es gut sei, sich vielleicht nur eine Kleinigkeit auszudenken, damit man sein Vorhaben auch durchhalten könne.
Ein anderes Kind meinte, es würde in der Fastenzeit auf Brot verzichten. Es stellte sich heraus, dass  das Kind eine Allergie hatte. Also kein wirklicher Verzicht.
Wieder ein anderes Kind sagte: „ Ich verzichte in den nächsten vier Tagen auf Süßigkeiten!“  Die Nachfrage der Lehrerin war gesichert.
Die Begründung:  „Vier Tage kann ich gut überblicken, das kann ich schaffen, danach sehe ich weiter“.
Das Fasten ist sicher nicht einfach und fordert uns heraus. Fordert uns auf, Gewohntes zu lassen und Inventur zu betreiben, damit wir uns wieder auf das Wesentliche konzentrieren können und damit Platz schaffen für Gott.
Für mich ist das wie eine Baustelle.
Im Blick auf das Kreuz, auf den, der sich für uns hingegeben hat,  will ich diese Zeit nutzen, um alte bröckelige Mauern  neu  auf- und auszubauen. ----------------------------
Allen eine gesegnete Fastenzeit.


Freitag, 28. Februar 2014

Hitler zum Abendbrot

Neulich war ich in einer der Außenwohngruppen unseres Kinderdorfes zu Besuch. Wir Schwestern losen immer zu Neujahr, wer für welche Gruppe betet, und diesmal habe ich eben diese AWG gezogen. Ich kannte die Kinder und Erwachsenen kaum oder gar nicht, deshalb haben sie mich zum Abendessen eingeladen.
Mann, was für ein quirliger Haufen! Neun Jungs und ein Mädchen von vier bis zwölf Jahren - das ist dann auch schon mal was lauter. Aber trotzdem ging es ziemlich zivilisiert zu, nur einmal sagte die Erzieherin Nina (alle Namen geändert) zum 12jährigen Laurenz: "Ich versteh nur Brötchen!" weil der mit vollem Mund sprach. (Den Spruch muss ich mir unbedingt merken!)
Also: alle unterhielten sich lebhaft - aber die Themen! Zuerst noch ganz normal: Wenn "ihre" Schwester zu Besuch ist, müssen die Kinder das sofort nutzen um zu fragen, wann denn Kevin und Steven und Julius Namenstag haben - und Gruppenleiterin Judith! Zu jedem Namen wusste ich irgendwas (obwohl ich manchmal auch geschummelt habe), nur bei Chayenne musste ich passen. Als wir alle Namen der AWG durchhatten, sollte es mit Aische aus einer anderen Kinderdorffamilie weitergehen, aber da konnte ich abblocken: "Aische ist doch Muslimin - für die muss ich keinen katholischen Heiligen wissen!" Da waren sie dann auch zufrieden und wir konnten endlich das Thema wechseln.
Ich weiß nicht mehr genau, wieso ich mit dem 11jährigen Marc plötzlich über die Seele sprach, dass man sie nicht sehen kann, er aber ganz bestimmt eine hat usw., aber das Thema wurde gestreift, bevor an einem anderen Ende des Tisches plötzlich von Hitler die Rede war. Von den 6 Mio Juden, die er getötet hat, von seinem Selbstmord und der Tötung seiner Frau. Als Laurenz fragte, was er denn eigentlich mit den vielen Leichen gemacht habe, hab ich wohl unterbrochen und darauf hingewiesen, dass das vielleicht nicht das geeignete Thema sei angesichts der Kleineren am Tisch. Und das hat er dann auch eingesehen. 
Aber als Nina stöhnte: "Müssen wir denn bei JEDEM Abendessen über Hitler sprechen?", da klärte uns Marc empört auf: "Es gibt ja schließlich immer noch Nazis!" Da konnten wir schlecht widersprechen und so haben wir also noch geklärt, wie es Hitler so in seinen letzten Tagen im Bunker im Berlin ging, ob er Kinder hatte - und wieso um alles in der Welt er seinen Hund getötet hat - wenn er ihn doch so gern hatte.
Der Wahnsinn! Ich sag ja immer: unterschätzt unsere Kinder nicht!
Nach dem Essen musste ich dann gegen alle Jungen im Armdrücken antreten - aber das ist eine andere Geschichte und soll ein anderes Mal erzählt werden.