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Donnerstag, 9. Januar 2014

Junge Dominikanerinnen in Europa !

Dieses Bild entstand bei einem Treffen  junger Dominikanerinnen aus ganz Europa in Düsseldorf-Angermund, am letzten Wochenende, an dem ich auch teilnehmen durfte. Zu diesem Treffen werden Schwestern aus den verschiedenen Sprachzonen Europas gesandt, damit sie miteinander in Austausch kommen.
Wir haben uns (gemeinsam mit P. Vivian Boland OP als Moderator) mit dem Thema "Freude an der dominikanischen Berufung" befasst. Dabei haben wir herausgearbeitet, was dominikanisches Leben mit sich bringt und was es bedeutet:
Freude im Heiligen Geist, die so tief ist, dass sie auch in aller Problematik und Not der Anker in unserem Inneren ist.
Gnade, als Gnade Gottes, die wir verkünden; als Gnade Gottes, mit der Menschen durch unsere Verkündigung in Berührung kommen und sie erfahren; als Gnade, die uns zu dieser Verkündigung befähigt.
Freiheit, die uns von allem frei sein lässt, was uns auf dem Weg zu Gott ablenkt, die uns in die rechte Armut führt um bei dem Schatz unseres Lebens, bei Gott, anzukommen.
Freundschaft mit Gott und den Menschen, die uns dazu ruft und befähigt, unsere Freunde einander immer wieder "vorzustellen" und miteinander zu befreunden. Und um derentwillen wir uns Zeit nehmen für diese Freunde und ihr suchen nacheinander.
Abenteuer/Wagnis, in das wir durch unsere Berufung und unsere Freiheit hineingeführt werden, denn die Wege, die wir mit Gott und den Menschen gehen, sind stets neu und bedeuten für uns Veränderung und Wachstum. Das ist abenteuerlich und oftmals ein Wagnis - und lässt uns wachsen in der Freude....
Außerdem wurden aktuelle Fragen und Themen besprochen, die uns junge Schwestern heute beschäftigen, wenn wir auf die Menschen in Europa und auf unsere Gemeinschaften schauen. Es berührte uns tief, dass wir sehr ähnlichen Nöten begegnen. - Was können wir als Dominikanerinnen für Europa und die Völker Europas tun? Wie können wir helfen, die Hindernisse, die sich ihnen auf dem Weg zur Freundschaft mit Gott und zur Freude im Heiligen Geist stellen zu überwinden? 
Wir sind zuversichtlich, durch diesen Austausch den Blick geschärft zu haben und wollen uns auf dem gemeinsamen Weg auch weiterhin unterstützen. 
Mit dabei waren auch die alte DSI(Dominican sisters international)-Coordinatorin für Europa, Sr. Sara (unsere Generalpriorin), die Neue DSI-Coordinatorin für Europa, Sr. Else-Britt aus Norwegen und die internationale DSI-Coordinatorin, Sr. Marie-Therese, die ursprünglich aus der Karibik kommt und für ihre Neue Aufgabe bei DSI nach Rom umgezogen ist. Ihnen und allen Mitgliedern von DSI, verdanken wir die Möglichkeit, einmal im Jahr solch ein Treffen zu organisieren um dann Projekte für die Schwestern in den Sprachzonen ins Leben zu rufen, die sie dabei unterstützen, ihre Berufung für die Gott und die Menschen fruchtbar zu machen.

Sonntag, 26. Mai 2013

DSI - Nachklang: Begeisterter Hintergrunddienst

Jetzt bin ich schon eine Woche wieder zurück von der DSI - Tagung in Rom und doch klingt so viel nach!
Da sind die vielen guten Gespräche und Begegnungen mit den Schwestern und auch mit unseren Brüdern, miteinander die Begeisterung für Gottes Reich und die Liebe Gottes zu den Menschen zu teilen. Aber auch die Gespräche über ganz alltägliche Dinge





Die Erfahrung in einem internationalen Team arbeiten zu können, mit Menschen die ich vorher nicht kannte und vielleicht nie wieder sehen werde und ohne dass wir eine gemeinsame Sprache hätten.  - Das ist wie Pfingsten selbst erleben! Echt verrückt und einfach genial!
Naja und die Gewissheit zu einer internationalen Familie zu gehören, an so vielen Orten, bei so vielen Menschen meine Schwestern zu wissen, die dort sind, wo ich nicht sein kann. Wissen, dass sie bei Menschen sind, von denen ich nichteinmal weiß und dass sie meinen Gebeten ihre Hände und Füße zur Verfügung stellen. Und umgekehrt von ihren Gebeten begleitet zu sein, das ist wie Wind unter den Flügeln. Wegen all dem und so viel mehr kommt mir immer wieder kommt mir seitdem der eine Gedanke: DANKE.



Mittwoch, 15. Mai 2013

DSI - Blitzlichter

Ich bin hier in Rom für den Hintergrunddienst bei dem internationalen Treffen der höchsten Oberinnen von dominikanischen Schwesterngemeinschaften. Es geschieht so viel Verschiedenes, dass ich gar nicht dazu komme, davon zu berichten.
Es gibt für jeden Kontinent eine Schwester, die als Coordinatorin die Aufgabe hat, den Dominikanerinnen in ihrem Bereich dabei zu helfen, sich zu vernetzen und einander zu unterstützen in ihrem Dienst an den Menschen. Diese Schwestern haben beeindruckend von ihren Erlebnissen in der letzten Amtsperiode berichtet. Aber auch die Schwester, die bei der UN als unsere NGO (non government organisation) - Vertreterin tätig ist, hat von ihrer Arbeit berichtet.
Natürlich gibt es auch immer wieder unerwartete Unterbrechungen. Die Spannweite ist hier sehr groß! Wir hatten schon zweimal eine Ärztin im Haus, weil von den 110 Schwestern einige wirklich krank wurden. Außerdem wurden schon drei Laptops schwer beschädigt, weil sie der Schwerkraft nicht widerstehen konnten und mit Hilfe der Übersetzerinnen und einem genialen Techniker hier haben wir es geschafft, der alle Daten gerettet hat!!!
Und dann sind da auch noch die Nachrichten, welche die Generalpriorinnen hier erreichen.Gestern wurden wir unterbrochen von der Nachricht, dass eine Missile-Rakete neben einem der Häuser von den Schwestern im Irak eingeschlagen ist. Die Schule, die ihnen gehört, wurde schwer beschädigt, aber die Kinder und die Schwestern sind unverletzt. 
Und all dies bringen wir immer wieder in allen Sprachen vor Gott. Denn es ist Christus, der uns allen die Kraft gibt, dort bei den Menschen zu sein, wo sie gerne übersehen werden, und trotz aller Angst und allen Schwierigkeiten bei ihnen zu bleiben. 

Samstag, 4. Mai 2013

DSI Büro - Die Welt im Kleinen

Villa Rosa - Kloster mit B&B
Auch den zweiten Tag im Auto haben wir gut hinter uns gebracht, nur kurz vor Rom standen wir eine Weile auf der Autobahn rum, weil die Straße gesperrt war. Und schon war klar, dass wir in Italien sind. Bei uns bekommen die Menschen sofort lange Gesichter und schlechte Laune. In Italien steigen alle aus und unterhalten sich miteinander. Untergebracht sind wir für die Tage der Vorbereitung im Konvent der "Villa Rosa", wodurch wir nur 5 min. Fußweg bis zu unserem Arbeitsplatz in Santa Sabina haben.  Das Büro, in dem nicht nur die zwei Sekretärinnen sitzen, sondern auch die internationale Coordinatorin von DSI, Sr. Fabiola, wird auch unser Arbeitsplatz sein. Ich staune über all die wundervollen Dinge, die sich im Raum an den Wänden und in den Regalen befinden. 
12 kg schwer; aus Vietnam
Jedes Teil steht für viele Schwestern
Dieses Büro zeigt die Welt im Kleinen. Alle kleinen und großen Geschenke, die Sr. Fabiola bei ihren Besuchen bekommen hat, oder die von Schwestern nach Rom gebracht wurden, finden hier ihren Platz. Immer vor Augen sind sie auch stets in Gedanken und Gebet gegenwärtig.                                                                                                           





Freitag, 3. Mai 2013

Betten auf Rädern - Schlafen unter der Europabrücke.

"Reisegruppe"
Aussicht
Gestern haben wir etwa 780 km gemacht. Diese erste Etappe auf dem Weg nach Rom führte uns bis unter die Europabrücke am Brennerpass. Wir hatten fast den ganzen Tag wundervolles Reisewetter, aber nach unserer Ankunft im JuFa (Jugend und Familiengästehaus) regnete es sich ein. Aus unserem Zimmer haben wir den Blick auf die Europabrücke, sie war lange die höchste in Europa. Und auch von dem Schnee, den wir auf den Bergen ringsum entdeckt haben, ist hier etwas zu sehen. (Das Weiße da neben den Pfeilern.) In unserem Zimmer habe ich etwas gefunden, was gut zu dem "Waschbecken mit Schwung" passt, von dem Sr. Barbara neulich in einem Beitrag berichtet hat: Rollbetten!!!
                    
Ehebett
Schwestern - Betten
   




         und einmal kurz ziehen .....







Heute geht es dann weiter bis nach Rom, also etwa nochmal so weit. Dort werden wir für die ersten Tage der Vorbereitung in der sogenannten "Villa Rosa" aufgenommen werden, aber darüber später mehr.