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Mittwoch, 15. Juli 2015

Über Beziehungen und Einsamkeit...

... oder Zölibatversteher Teil 1
Kürzlich hat Matthias Fritz in dem Blog "raumrauschen" über die Einsamkeit geschrieben, die ihn als Priester manchmal blitzartig überfällt. Ich fand das mutig, und es hat mich auch angesprochen, weil ich das Gefühl kenne. Ich lebe zwar in einer Gemeinschaft und habe damit ein völlig anderes Leben als ein sogenannter „Weltpriester“, aber auch in Gemeinschaft kann man einsam sein.
Als ich den Artikel auf Facebook geteilt hatte, war einer der Kommentare „Wie kann man einem Menschen die menschliche Beziehung verweigern?“ 
Ist unsere Lebensform heutzutage wirklich so exotisch geworden, dass sie einer Erklärung bedarf? Möglicherweise, jedenfalls möchte ich diese Frage nicht so stehen lassen.
"Wie kann man einem Menschen ... verweigern?" Ich weiß nicht, wie es Matthias Fritz geht, aber ich lebe den Zölibat freiwillig. Ich hatte ein normales Leben (was auch immer man darunter versteht) und habe dann ein zölibatäres gewählt. Insofern verweigert mir auch niemand etwas.
"die menschliche Beziehung": eine interessante Formulierung. Ob der Autor wirklich der Meinung ist, jeder Mensch ginge nur EINE Beziehung zu einem anderen Menschen ein? Ich lebe eine Fülle von Beziehungen, seit ich im Orden bin sogar noch viel mehr als vorher, und ich vermute, dass es den meisten Priestern ähnlich geht. Wie kommt man auf den Gedanken, wer zölibatär lebt, verzichte auf menschliche Beziehung? Oder ist gar nicht "die menschliche Beziehung" gemeint, sondern die eine ganz besondere Art von Beziehung, nämlich eine intime Liebesbeziehung? Ich glaube, in dieser Unschärfe liegt die Ursache für ein großes Missverständnis unserer Gesellschaft.
Ist uns diese eine, intime oder auch romantische Beziehung so wichtig, dass neben ihr alle anderen verblassen? Mal ganz ehrlich: Das ist vielleicht bei Rosamunde Pilcher so, aber doch nicht im wahren Leben! Wie viele Menschen gibt es heute in unserer Gesellschaft, die keinen Partner finden, mit ihrem Partner kreuzunglücklich sind oder ihn nach einigen Jahren wieder verlieren? Wenn wir mal die ideologische Brille abnehmen, dann sehen wir, dass Priester und Ordensleute die Wahl hatten, sich zum Zölibat zu verpflichten oder nicht. Was für eine Wahl haben die zahllosen Menschen in unserem Land, die ungewollt als Single leben? Manchmal ist es nur eine Phase von ein paar Jahren, aber manchmal auch ihr Leben lang. Ganz zu schweigen von denen, die in einer Partnerschaft ohne Liebe gefangen sind. Lebenslange romantische und sexuelle Erfüllung ist etwas aus der Parship-Reklame.
Ja, ich bin manchmal einsam und ich vermute, dass das vielen meiner Schwestern und auch vielen Priestern ähnlich geht. Das liegt an unserer Lebensform und ich finde es gut, dass und wie Matthias Fritz das zur Sprache gebracht hat. Aber die Vorstellung, ein Mensch hätte überhaupt erst dann eine nennenswerte Beziehung, wenn er ein zufriedenstellendes Intimleben hat, beleidigt einen nicht unerheblichen Teil unserer Gesellschaft. Und das Schimpfen auf den Zölibat lenkt vom eigentlichen Problem ab: mitten in der Gemeinschaft anderer Menschen kann man einsam sein. Jeder. Der Priester, die Ordensschwester, der Single, die Witwe... Und auch, wenn die Schärfe der Einsamkeit in dem Moment niemand nehmen kann, sollten wir aufeinander achten. Lassen wir einander wenigstens nicht allein!

Donnerstag, 30. April 2015

Deine Arbeit - Dein Leben

Morgen ist der Tag der Arbeit. Das kommt gut aus, weil dann der WDR seine Sendung "Deine Arbeit, Dein Leben" ausstrahlt, im Fernsehen eine Dokumentation (20:15 Uhr) und im Radio ein dazugehöriges Hörspiel (1LIVE und WDR 3 um 23:00 Uhr).
Warum ich dafür Werbung mache? Nun, wir sind dabei! Jeder in Nordrhein-Westfalen konnte ein 8-min-Video über die eigene Arbeit an den WDR einsenden. Daraus ist dann eine Collage über das Arbeitsleben der Menschen in NRW geworden. Als ich diese Ausschreibung gelesen habe, fand ich, in einem solchen Film sollten auch Ordensleute vorkommen. Eine Kollegin hat mir geholfen, und es entstanden schöne Szenen: im Kinderdorf, in der Schwesterngemeinschaft, im Büro, usw..
Aus dem Film sind wir schließlich doch rausgeschnitten worden. Im Trailer ist eine Szene noch drin (Link oben), aber das ist nicht mehr aktuell, die Elefanten waren wohl schöner. Macht nix, immerhin sind wir in die Radiosendung gekommen.
Der Autor des Radiohörspiels rief bei mir an, weil er eine Nachfrage hatte und sagte mir, besonders habe ihn meine gute work-life-balance beeindruckt. Das hat er wirklich so genannt, es kommt auch im Beitrag selber vor.
Ich glaube ja, er überschätzt mich, weil ich in dem kurzen Video meine Schokoladenseite zeigen konnte. Aber im Prinzip bemühe ich mich schon darum, mein Leben im Gleichgewicht zu halten und dabei der Arbeit den Platz zu geben, der ihr zusteht - und nicht mehr. Unser Leben ist so viel mehr als unsere Arbeit - oder jedenfalls sollte es das sein. Wäre es nicht so, was sollten dann diejenigen sagen, die nicht arbeiten, z.B. weil sie keine Arbeit finden oder krank sind oder alt?
Nein, das kann es nicht sein! Unser Leben ist mehr, viel mehr als unsere Arbeit. Oder mit dem alten Zitat gesprochen: Wir arbeiten um zu leben - aber wir leben nicht um zu arbeiten!  
Nun habe ich es natürlich leicht: ich habe eine Gemeinschaft, die mich immer wieder zu einem regelmäßigen Tagesablauf nötigt. So entsteht ein ständiger Wechsel von Gebet, Arbeit, Gemeinschaft und Alleinsein. Wirklich ausbalanciert bin ich nicht immer. Auch Ordensleute sind überarbeitet, öfter als gut ist. Aber wir passen aufeinander auf und erinnern uns gegenseitig daran, dass es Wichtigeres als die Arbeit gibt.
Aus der benediktinischen Tradition gibt es den Satz: "Du wirst mit deiner Arbeit sowieso nicht fertig. Dann ist es auch egal, wann du unterbrichst, um zum Gebet zu gehen." Daran denke ich manchmal, wenn es zum Abendgebet, der Vesper, läutet und ich "noch ganz schnell" irgendetwas bearbeiten will. Das Gebet ist die Pause, die meiner Arbeit überhaupt erst ihren Sinn gibt - und mir neue Kraft.
Ich wünsche Ihnen ebenso wie mir (weiterhin) eine Arbeit, die Freude macht und von der man leben kann. Dazu den nötigen Abstand von dieser Arbeit und genug Zeit für Familie, Freunde, Gott, den Nächsten und ein Lächeln zwischendurch, Zeit zum singen, lesen, lachen, weinen, faulenzen und genießen.

P.S. am Freitag abend: Wir waren doch drin! Hier gibt es den Film zum Nachsehen, in der Mediathek.

Samstag, 18. April 2015

noch'n Jubiläum

Gerade erst ist unser großes Jubiläumsjahr vorbei, 100 Jahre Dominikanerinnen von Bethanien Venlo, da gibt es schon wieder was zu feiern. Gut, zugegeben, dieses Jubiläum ist ein bisschen bescheidener, aber wir wollen es nicht unterschlagen: heute vor fünf Jahren haben wir angefangen zu bloggen!
Der Anfang von "Bethanien bloggt" war recht einfach, und er liegt in Lettland. Obwohl von Beginn an als Gemeinschaftsblog geplant, liegt der Gründungsimpuls doch vor allem darin begründet, dass mir nach meiner Versetzung ins Ausland gelegentlich meine Freunde und Familie fehlten. Das merkt man dem ersten Artikel durchaus an. 
Inzwischen hat eine ganze Reihe Autorinnen mitgeschrieben, von einigen Kandidatinnen über Schwestern verschiedener Häuser und Mitglieder unserer Laiengemeinschaft bis zur Generalpriorin. Manche nur einen Gastbeitrag, manche haben "Bethanien bloggt" sehr intensiv mitgetragen und -gestaltet. Dadurch sind unsere Themen vielfältiger geworden, und ich möchte mich bei ihnen allen bedanken, die unser Blog möglich gemacht haben - v.a. bei Sr. Sara, Hannah und Heidrun, ohne die es "Bethanien bloggt" nicht mehr gäbe. Und schließlich gilt mein Dank - last but noch least - den Leserinnen und Lesern - die dem Ganzen hier überhaupt erst einen Sinn geben.
Ad multos annos!

Freitag, 3. Oktober 2014

Einigkeit und Recht und Freiheit

Heute ist für mich wieder so ein besonderer Tag. Die deutsche Wiedervereinigung habe ich damals am Fernsehen verfolgt, also aus äußerlicher Distanz aber mit großer innerer Anteilnahme.
Ich will hier keine Analyse versuchen, das können andere besser. Nur eine Szene muss ich in diesem Zusammenhang immer wieder erzählen, weil sie mich nicht loslässt: die Flüchtlinge in der Prager Botschaft. Da gibt es diese Aufnahmen, wie die Menschen in großen Scharen über den Botschaftszaun klettern. Mir ist besonders eine junge Familie in Erinnerung: der Mann hilft seiner Frau über den Zaun, reicht ihr das Baby nach. Er wirft eine (!) Reisetasche hinterher. Dann versucht er, auch den Kinderwagen über den Zaun zu hieven, aber er schafft es nicht. Kurzerhand lässt er ihn fallen und klettert selber hinterher. Noch während ich das schreibe, kommen mir wieder die Tränen, weil ich nicht fassen kann, was Menschen einander antun - nicht die böse IS-Miliz weit weg im Irak und auch nicht vor ewiglangen 70 Jahren im Krieg, sondern direkt nebenan und während meiner Lebzeit. 
Nun haben die Deutschen ihre Wiedervereinigung alles in allem gut über die Runden gebracht. Aber trotzdem beschäftigt mich das Thema weiter. Warum? Wir haben in unserer Gemeinschaft vier koreanische Schwestern. Immer wenn der 3. Oktober naht oder wenn wir sonst für die (innere) Einheit unseres Landes beten, denke ich an die Wiedervereinigung Koreas. 
Natürlich kann man die DDR und Nordkorea nicht vergleichen. Umso mehr hoffe ich, dass die Nordkoreaner bald die Kraft finden werden, sich zu befreien. Wenn wir uns erinnern, welche Schwierigkeiten die deutsche Wiedervereinigung mit sich brachte, dann stimmt einen das mit Hinblick auf Korea nicht zuversichtlich. Aber so wie jetzt kann es nicht ewig weitergehen.
Wer einmal einen Bericht von einem Nordorea-Flüchtling gesehen oder gelesen hat (z.B. "Camp 14", dessen Regisseur Marc Wiese bald den Katholischen Medienpreis verliehen bekommt oder "Ihr seid hier im Paradies"), der wünscht nur noch, dass dieser Horror von Hunger, Folter und Gehirnwäsche bald ein Ende haben wird.
Einigkeit und Recht und Freiheit - das wünsche ich heute meinem deutschen Vaterland und auch dem koreanischen Volk!

Sonntag, 14. September 2014

Die 100jährige schneidet die Torte an

Ja, ja, heute ist es dann wohl soweit. 
Heute vor genau 100 Jahren, am 14. September 1914 kamen wir im Kleinen Häuschen in Venlo an. 22 junge Mädchen, verwirrt von der Flucht, dem gerade begonnenen Krieg und der Trennung von ihrer Novizenmeisterin.
Und heute? Heute sind wir etwa 120. Wir waren zwischendurch mal mehr, aber so richtig riesig ist Bethanien nie gewesen. Wir sind älter geworden und ruhiger, gelassener. Aber immer wieder brechen wir auch neu auf. 
Ich habe Dir schon von den deutschen Kinderdörfern erzählt. Das war aber nicht alles, was wir in Deutschland gemacht haben. 
1977 sind vier von uns nach Frankfurt gegangen und haben dort eine kleine Gemeinschaft mitten in der Großstadt gegründet. Wir wollten möglichst nah bei den Menschen sein.
1988 sind wir nach Aldenhoven gegangen, im Bistum Aachen. Da ging es darum, eine geistliche Zelle innerhalb der Pfarrgemeinde zu sein und außerdem Frauen in Not aufzunehmen.
Als der Eiserne Vorhang fiel, sind wir nach Leipzig gegangen - und nach Lettland! In Leipzig waren schon vorher unsere dominikanischen Mitbrüder. Wir haben eine Weile zusammengelebt, als geschwisterlicher Konvent, später hatten wir dann ein eigenes Haus. 
Der Konvent in der lettischen Hauptstadt Riga macht alles zusammen: Gemeindearbeit und Sozialarbeit, Frauen in Not und Ordenspräsenz in einer vom Sozialismus geprägten Großstadt.
Im Jahr 2000 gingen drei Schwestern nach Essen - in die Pfarrei, die Gefängnisseelsorge und die Krankenhausseelsorge.
Bei der Seligsprechung von P.Lataste in Besancon, 2012
2008 bezogen drei Schwestern in Frankfurt-Rödelheim ein leerstehendes Pfarrhaus, um sich dort in der Pfarre und für Frauen in Not zu engagieren.
Und schließlich haben wir 2013 eine neue Gemeinschaft in Meckenheim bei Bonn gegründet - für unsere älteren Schwestern, die Pflege brauchen.
Die meisten der ganz kleinen Gemeinschaften mussten wir inzwischen wieder schließen. Aber sie haben eine Zeitlang ihren Dienst getan, zum Heil der Menschen - so hoffen wir jedenfalls.
Jetzt sind wir also noch in den Niederlanden, Deutschland, Italien und Lettland. Zu unseren französischen Schwestern haben wir inzwischen wieder guten Kontakt. Zuletzt haben wir 2012 sogar groß miteinander gefeiert: in Besancon, als unser Gründer Pater Lataste selig gesprochen wurde. Da waren 5.000 Menschen.
Wenn wir heute feiern, sind wir nur 120, das ist besser. Schließlich sind wir nicht mehr die Jüngsten! Ich hoffe, Du verstehst das... Aber schön, dass Du mir so lange zugehört hast. Ich sag dir was: ich mache heute nachmittag ein Foto von unserer Feier, und das zeig ich dir noch, in Ordnung?
Gut. Dann bis nächste Woche! 

Montag, 17. März 2014

Die Freude des Evangeliums: für alle

In der Enzyklika "Evangelii gaudium" von Papst Franziskus sind wir in Kapitel 1 "Die missionarische Umgestaltung der Kirche".

23. Die innige Verbundenheit der Kirche mit Jesus ist eine Verbundenheit auf dem Weg, und die Gemeinschaft » stellt sich wesentlich als missionarische Communio dar «.[20] In der Treue zum Vorbild des Meisters ist es lebenswichtig, dass die Kirche heute hinausgeht, um allen an allen Orten und bei allen Gelegenheiten ohne Zögern, ohne Widerstreben und ohne Angst das Evangelium zu verkünden. Die Freude aus dem Evangelium ist für das ganze Volk, sie darf niemanden ausschließen. So verkündet es der Engel den Hirten von Bethlehem: » Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll « (Lk 2,10). Die Offenbarung des Johannes spricht davon, dass » den Bewohnern der Erde ein ewiges Evangelium zu verkünden [ist], allen Nationen, Stämmen, Sprachen und Völkern « (Offb 14,6).

Donnerstag, 13. März 2014

Umzug: Es geht los...

Heute geht's los!
Das ganze Schwesternhaus zieht um. 
Eigentlich ist es gar nicht so dramatisch, wir müssen nur in das umgebaute Haupthaus, das ein paar Schritte von unserem 60er-Jahre-Bau entfernt liegt. Viele Schwestern haben schon Sachen einzeln rüber gebracht, das Haus ist bekannt usw.
Aber trotzdem: 14 Frauen ziehen dort ein, davon sind 10 über 60 Jahre. Im Moment sind wir noch 20 im Haus, entsprechend viel Gewusel. Außerdem haben in diesem Haus seit über 50 Jahren bis zu 40 Schwestern gewohnt. Irgendeine Vorstellung, was sich da in den Kellerräumen ansammelt? Nein, bestimmt nicht!
Also: heute fangen wir erstmal mit den Schlafräumen der zweiten Etage an, morgen dann wahrscheinlich die der ersten. Bin gespannt, wann wir auch mit allen Gemeinschaftsräumen drin sind.

Samstag, 19. Oktober 2013

"Tag der Einheit" - mit Gänsehaut

Ja, ich weiß, der Tag der Deutschen Einheit ist schon ne Weile her, aber mich lässt nicht los, was ich an diesem Tag zur Einheit der Christen erleben durfte, weit weg von Deutschland, in Riga.
Am 3. Oktober wurde in Riga das Gedenkzimmer für Bischof Boleslas Sloskans eingerichtet.
Seine Person alleine hat mich tief beeindruckt, er hat mehrere Gefangenenlager unter anderem in Sibirien und Folter überstanden. Sein Herzensanliegen, dem er viele Gebete widmete, war die Bekehrung Russlands. Letzlich in Belgien verstorben wurde er 1993 wieder nach Lettland zurück gebracht und ruht jetzt in der Krypta der Wallfahrtskirche im lettischen Aglona.
Bei der Feier waren aber nicht nur Katholiken. Es waren sowohl Vertreter der Orthodoxen Kirche, als auch der Lutheraner und der Baptisten gegenwärtig und es wurde ein gemeinsamer Gottesdienst gefeiert.
In dem Gedenkzimmer befindet sich eine Tafel, auf der die Namen aller Priester und Gemeindeleiter dieser Christlichen Gemeinschaften aufgeführt wurden, die in den Konzentrationslagern wegen ihres Glaubens Folter ertrugen und in den Tod gingen.
Einer der Festredner erklärte für die Fernsehzuschauer, warum wir unserer Märtyrer gemeinsam gedenken und ich bekam Gänsehaut, als er es sagte:
"Weil wir in unseren Märtyrern schon und unumkehrbar in Christus geeint sind, eine Christenheit. Denn sie starben alle als Zeugen für ihn, unseren gemeinsamen Herrn."
- Der Tag der Einheit.

Freitag, 18. Oktober 2013

Die kostbare Perle

Am Mittwoch war unser deutscher Bethanientag. Das ist sozusagen eine nationale Vollversammlung unserer Gemeinschaft: alle deutschen Dominikanerinnen von Bethanien kommen einen Tag lang zusammen. Unser Thema war diesmal das Gleichnis von der kostbaren Perle.
"Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte. Als er eine besonders wertvolle Perle fand, verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte sie." (Mt 13, 45f)
Unsere Novizenmeisterin Sr. Judith hatte dazu eine schöne Interpretation vorbereitet, ein Kinderbuch. Darin wird der Besitz des Kaufmanns üppig geschildert, eine riesige Villa hat er, mit 4 Kühlschränken, eine Pelzjacke usw... Übertragen auf unser Leben heißt das: Ja klar, wir haben all diesen Besitz einmal aufgegeben - aber sind wir wirklich sicher, dass wir wissen, was unsere Perle ist? Immer wieder neu müssen wir uns auf die Suche machen, damit wir nicht zu satt werden.
An diesem Tag haben wir wieder einmal miteinander Perlen gesucht: miteinander gebetet, aber auch darüber gesprochen, was uns eigentlich wichtig ist in Bethanien. Wir haben uns ausgetauscht darüber, weshalb wir einmal gekommen sind - und weshalb wir heute bleiben (das ist meistens ein Unterschied!).
Und ganz zum Schluss hatte Sr. Judith noch eine andere Interpretation für uns: Man kann das Gleichnis auch anders herum lesen. Nicht wir sind der Kaufmann, der die Perle sucht und findet, sondern... Gott. Er hat jede von uns gefunden und sagt: Du bist für mich so wertvoll, dass ich alles für dich hergebe.

Donnerstag, 19. September 2013

Gladiolen


Viele Blüten an einem Stengel.
Die unteren sind schon verblüht.
Ganz unten hat die Sakristanin
sogar schon welche rausgezupft.
Und weiter oben?
Manche sind in voller Blüte.
Kraftvoll. Strahlend.
Darüber kommen die nächsten,
noch vorsichtig, verheißungsvoll.
Die obersten Knospen sind noch geschlossen.
Ob die Blume frisch bleibt,
bis auch die letzte Blüte sich entfalten durfte?
Oder werden die obersten
ihre Bestimmung nicht erreichen?
Weil vorher zu viele der unteren Blüten
absterben?

Gladiolen - wie ein Sinnbild
unserer Gemeinschaften.
Jede Schwester eine Blüte.
Die einen am Ende ihrer Kraft,
die anderen wollen erst noch kommen.
Alle gemeinsam
blühen wir zur Ehre Gottes.




Freitag, 6. September 2013

Rosenblätter-Regen

Am Sonntag waren eine meiner Mitschwestern und ich bei der Ewigen Profess einer Karmeliterin in Lettland. Bisher habe ich nur bei Dominikanerinnen die Feier miterlebt, in der eine Schwester sich Gott ganz hingibt und bis zu ihrem Tod an ihre Gemeinschaft bindet.
Natürlich wusste ich, dass alle Gemeinschaften irgendwelche schönen Eigenheiten in ihrer Gestaltung der Feiern hat, aber die kennt man ja nicht alle.
Hier durften wir nun erleben, dass sich die Schwester am Ende der Messfeier nochmal auf den Boden legte (man kennt diese Geste der Hingabe auch von der Feier der Priesterweihe). Alle anwesenden Priester segneten sie während ihre Mitschwestern einen Regen von Rosenblättern auf sie niedergehen ließen.
Die Rosenblätter sollen die Gnade Gottes symbolisieren. - Ein wunderschönes Zeichen!
Unter den Priestern war auch ein leiblicher Bruder der Schwester, beim Auszug griff er sich zwei Hände voll Blühtenblätter vom Boden und warf sie freudestrahlend über der Bank, in der ihre Familie saß, in die Luft... die Gnade Gottes, die wir erfahren, strömt immer auf die Menschen um uns herum über.
Bei der anschließenden Agape wurde kräftig gefeiert, mit Gesang und Tanz, aber da war dann keine Zeit mehr zu fotographieren.

Montag, 19. August 2013

Wir haben ein Kind bekommen!!!!!

Ja, wir haben ein Kind bekommen!
Also, eine der Frauen, die bei uns Unterkunft gefunden hat, hat ihre Tochter zur Welt gebracht. Das ist natürlich etwas ganz besonderes, denn es ist nicht nur ihr erstes Kind, sondern auch unser erstes.
Die Kleine hat das Licht der Welt genau in der Wallfahrtszeit erblickt, so dass wir nicht alle zu Hause waren. Aber es traf sich so, dass die Nachricht von der Geburt in Riga, direkt in der Messfeier an die Gemeinde weitergegeben werden konnte und für Mutter und Kind gebetet werden konnte.
In Aglona begrüßten wir uns mit der Frage: "Haben wir schon ein Kind?" Denn wir wussten ja alle, dass es bald so weit sein würde, als wir uns auf den Weg gemacht hatten. Um so größer die Freude, als die Antwort kam: "Ja, wir haben ein Kind bekommen! Sie ist schon zu Hause und wartet auf uns."
Na, und als wir dann wieder in Riga waren haben wir die junge Mutter direkt aufgesucht. Sie hat uns alles von der Geburt erzählt, wie glücklich sie war, die Hebamme an ihrer Seite zu haben, wie schmerzhaft die Wehen waren und wie riesig die Freude über "das Kleine Wunder, das da bei mir angekommen ist". Und dann haben wir uns auf Zehenspitzen in das Zimmer geschlichen und das kleine Wunder selbst bestaunt.
Das Kind ist gesund und zufrieden, die Mutter strahlt und wir, ja, wir haben jetzt ein Baby im Kloster, zumindest noch für ein paar Monate, bis Mutter und Kind in eine eigene Wohnung ziehen.
Der Vater des Kindes wird wohl ende des Monats kommen, um seine Tochter zu sehen. Er lebt in einem weit entfernten Land. - Die Spannung ist groß, denn keiner weiß, ob und wie er sich um Mutter und Kind kümmern wird. Aber die Freude überwiegt, denn wie die frisch gebackene Mutter selbst sagt:
"Das ist alles nicht wichtig. Die Hauptsache ist, dass es meiner Kleinen gut geht und alles zu ihrem Wohl geschieht."

Freitag, 2. August 2013

Lobt Gott in seinem Heiligtum. ... Lobt ihn mit Pauken und Tanz!

Auf die Pauken haben wir verzichtet, aber getanzt haben wir. Naja, nicht so wie man das heute vermutlich bei dem Wort "Tanz" denkt. Es gibt im Dominikanerorden die Tradition, mit dem ganzen Leib zu beten, was mit den 9 Gebetsweisen des Heiligen Dominikus zusammenhängt.
Seit einigen Jahren bieten wir eine andere Form des Gebetes mit dem ganzen Körper an: Tanzexerzitien. Es geht darum, der eigenen Gottesbeziehung mit all ihren Höhen und Tiefen Ausdruck zu verleihen. Unterstützt wird der Prozess durch Impulse, Bibelarbeit, stille Meditation, Begleitgespräche und Beichte. Man kann hier erleben, dass die eigenen Durststrecken und Irritationen, aber auch die kleinen Freuden und bisweilen beglückende Leichtigkeit nicht nur vom eigenen Weg, sondern auch von der ganzen Gruppe abhängen.
Natürlich ist das keine Tanzstunde und es geht nicht um Perfektion. Getanztes Gebet kann manches zum Ausdruck bringen, wofür uns die Worte fehlen. Auch kann uns beispielsweise ein einfacher Rückwärtsschritt im Tanz die Augen dafür öffnen, dass es den in einer bestimmten Lebenssituation auch braucht, um wieder klar sehen zu können. So kann uns unser Körper auf Dinge hinweisen, die wir nicht sehen wollen. Indem wir unseren Bewegungen nach-denken und uns dessen bewusst werden, dass wir die Gruppe ebenso beeinflussen wie sie uns, erfahren wir etwas über unsere eigene Gottesbeziehung und die Gemeinschaft der Gläubigen. Nicht selten fließen Tränen, aber es wird auch oft gelacht. - Aber am beeindruckendsten ist, zumindest rein äußerlich, der Wandel, der in den Gesichtern vor sich geht, wenn nicht mehr über die Schritte nachgedacht, sondern Gebet getanzt wird. Auch dieses Mal waren es für alle Beteiligten gnadenreiche Exerzitien.


Freitag, 26. Juli 2013

Ich steh vor Dir mit leeren Händen - das Kind ist tot

Bei uns in Riga haben wir drei Räume für "Frauen in Not". Und, ob das nun eine gute, oder eine schlechte Nachricht ist, sie sind meistens belegt.
Und es sind auch immer mal wieder schwangere Frauen dabei.
Letze Woche nun kam eine von ihnen früh morgens zu uns, damit wir den Notarzt rufen. - Sie verlor Blut und hatte Krämpfe.
Die Ärzte waren schnell da und nahmen sie mit ins Krankenhaus, aber sie kam ohne Kind zurück.
Ihr kleiner Sohn war gestorben, zu Beginn des fünften Monats.
Dieser Verlust macht sprachlos, sowohl die Mutter als auch uns. Wie kann man diesen Schmerz und die Unfassbarkeit des Geschehens vor Gott bringen?
Da fiel mein Blick auf die Darstellung der Ikone der Advocata, die bei uns im großen Aufenthaltsraum hängt.
Maria ist hier ohne Kind abgebildet, der Legende nach soll es sie nach Jesu Himmelfahrt zeigen. - Sie war auch eine "Frau in Not" und auch sie hat ihr Kind verloren. Nicht durch eine Fehlgeburt; ihr Sohn starb am Kreuz.
Und obwohl sie erleben durfte, was sich alle Mütter für ihre toten Kinder ersehnen, dass ihr Sohn auferstand, hatte sie ihn nicht einfach zurück.
Ihre leeren Hände reden von diesem zweifachen Verlust.
Genau wie sie konnten wir unsere Hände in dieser schmerzhaften Leere zum Gebet erheben und mit ihr, als unserer "Anwältin", um dieses Kind trauern.

Montag, 15. Juli 2013

Auf zu neuen Ufern - Versetzung per Schiff

Als ich Dominikanerin wurde, wusste ich, dass ich dem Orden der WanderpredigerInnen beitrete, aber dass ich so oft zu neuen Ufern aufbrechen würde, hätte ich nicht gedacht.
Und jetzt war es wieder einmal so weit. Ich wurde nach Lettland versetzt, genauer gesagt in unsere Gemeinschaft in Riga. 
Ich durfte schon einmal 1 1/2 Jahre in dieser Gemeinschaft leben und habe mich daher sehr darauf gefreut, nach Lettland zurück zu kehren.
Mittlerweile weiß ich, dass ich meiner Seele Zeit geben muss, um bei einer Versetzung mitzukommen. Wenn ich das nicht mache, dann werde ich auch für andere ungenießbar. Alle und alles, was ich zurücklasse, bleibt dann zwischen mir und den Menschen ,zu denen ich gesandt bin. 
Damit ich auch innerlich mitkommen konnte, hieß es diesmal:
"Leinen los!" 
Mit dem Schiff nach Riga, naja eigentlich ging es mit dem Schiff nach Litauen und dann mit dem vollgepackten Auto weiter bis Riga. Es war meine erste längere Schiffsreise (etwa 24 Stunden) und ich habe auch direkt etwas geboten bekommen. In der Nacht wurde der Seegang stärker und beim Frühstück waren deutlich weniger Menschen als beim Abendessen. Eine meiner zwei Begleiterinnen und ich haben richtige Wackelbeine bekommen, die dritte im Bunde war da eindeutig seetauglicher.
Nun bin ich sicher an Land gegangen und mit Leib und Seele angekommen. Die Kisten sind ausgepackt und die Gemeinschaft hier ist nun vier Schwestern stark.
Ich bin gespannt, was Gott mit uns vor hat.

Montag, 3. Juni 2013

Dominikanisch-bethanische Laiengemeinschaft



Von Fronleichnam bis Samstag hat sich unsere Laiengemeinschaft zu Exerzitien in Thorn getroffen. Heute jährt sich unser Versprechen und so war es gut, sich Gedanken um unsere Beziehung mit Gott und um unsere Gemeinschaft zu machen.
Sr. Sara hat diese Tage für uns geplant und uns in dieser Zeit begleitet.
Am Samstagnachmittag nutzten wir die Zeit, um ein Zisterzienserkloster zu besuchen, in dem auch ein Stück bethanische Geschichte verwoben ist.  
An diesem Ort leben Mönche, die einen kleinen Klosterladen betreiben und auch eine eigene Schweinezucht betreiben.
Im Klostergarten wurden wir mit offenen Armen empfangen,  durch eine Statue vom heiligsten Herzen Jesu.
Zum Schluss haben wir in Echt  eine Kapelle besucht. Dorthin begab sich Edith Stein mit ihrer Schwester Rosa 1938, um den Kölner Karmel zu schützen.
Eine schreckliche Zeit, in der viel Leid durchlebt wurde.

Beschenkt wurden wir zum nahenden Jahrestag mit einer Topfblume, die uns (bei guter Pflege) wohl für die nächste Zeit in unserem Vorhaben begleiten wird.




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Sonntag, 26. Mai 2013

DSI - Nachklang: Begeisterter Hintergrunddienst

Jetzt bin ich schon eine Woche wieder zurück von der DSI - Tagung in Rom und doch klingt so viel nach!
Da sind die vielen guten Gespräche und Begegnungen mit den Schwestern und auch mit unseren Brüdern, miteinander die Begeisterung für Gottes Reich und die Liebe Gottes zu den Menschen zu teilen. Aber auch die Gespräche über ganz alltägliche Dinge





Die Erfahrung in einem internationalen Team arbeiten zu können, mit Menschen die ich vorher nicht kannte und vielleicht nie wieder sehen werde und ohne dass wir eine gemeinsame Sprache hätten.  - Das ist wie Pfingsten selbst erleben! Echt verrückt und einfach genial!
Naja und die Gewissheit zu einer internationalen Familie zu gehören, an so vielen Orten, bei so vielen Menschen meine Schwestern zu wissen, die dort sind, wo ich nicht sein kann. Wissen, dass sie bei Menschen sind, von denen ich nichteinmal weiß und dass sie meinen Gebeten ihre Hände und Füße zur Verfügung stellen. Und umgekehrt von ihren Gebeten begleitet zu sein, das ist wie Wind unter den Flügeln. Wegen all dem und so viel mehr kommt mir immer wieder kommt mir seitdem der eine Gedanke: DANKE.



Freitag, 10. Mai 2013

Bloggertagung Teil 1


Heute Abend bin ich nach Bonn zur Bloggertagung gefahren.
Ich habe mich dort angemeldet, weil ich hier blogge und es spannend finde, andere Blogger zu treffen, um  mit ihnen in den  Austausch zu gehen über das, was wir tun.

Als erstes packten einmal viele ihre Notebooks, I-Pads etc. aus.
Ich war mit einem Schreibblock und einem Füller bewaffnet, was mir die Bemerkung meiner Nachbarin einbrachte: "Das gefällt mir".
Ich dachte, ja sehr vorsintflutlich, aber gut..

Gut, zugegeben,  den Abend habe ich verkürzt und auf das gemütliche Beisammensein verzichtet, denn ich will morgen wieder früh raus: Wir beten miteinander die Laudes, frühstücken und arbeiten dann inhaltlich weiter.  
Für mich war es heute spannend zu sehen, wer dort vertreten ist und welche Menschen hinter den Blogs stehen, die ich oft oder teilweise mitlese.

Da wird die virtuelle Welt plötzlich real!

Menschen mit ihren eigenen Geschichten und Ihren Ideen, die das Wort Gottes  verkünden. Die Beweggründe sind unterschiedlich, doch scheint es, als wollen viele den Menschen ein Gegenüber anbieten um zu zeigen, dass es sich lohnt, Christ zu sein.
Ein Gegenüber, das einen Teil von sich preis gibt und an dem man sich reiben kann.
Ein Gegenüber, das mir die Möglichkeit gibt, in den Austausch zu gehen über das, was mich berührt.

Jesus hat das auch getan.
Er ist den Menschen an unterschiedlichen Orten begegnet und hat Begegnung zugelassen.
Von Angesicht zu Angesicht.
Das war sicher nicht immer angenehm, sicher kontrovers und oft auch anstrengend. Und doch sind ihm viele gefolgt, weil sie spürten, dass das, was er verkündete,  echt war.

Echt war es auch heute Abend und das hat mich beeindruckt, so dass ich mich sehr auf morgen freue!  

Mittwoch, 1. Mai 2013

DSI? - Dominican Sisters International!

Juhuuuuuuuuuuuuuu! Nur noch einmal schlafen und ich werde mich mit einer Mitschwester mit dem Auto auf den Weg nach Rom machen, um dort bei der Generalversammlung der Mitglieder von DSI den Hintergrunddienst zu verstärken.
DSI, das ist die Abkürzung für Dominican Sisters International. 
Warum es sowas gibt? Die Familia Dominicana ist sehr vielfältig. Der männliche Zweig ist einheitlich organisiert, aber der weibliche Zweig besteht aus sehr vielen eigenständig organisierten Gemeinschaften. Die sind entweder kontemplativ, das bedeutet, dass die Nonnen dort ihre Berufung, Gott im Gebet zu preisen und für die Menschen, ja die ganze Schöpfung zu beten, leben. Oder diese Gemeinschaften sind apostolisch, was soviel bedeutet wie "tätig". Wir Schwestern wissen uns zwar auch dazu berufen, Gott zu loben und die Welt mit allem in ihr im Gebet vor Gott zu tragen, doch wir leben unsere Berufung auch außerhalb der Klostermauern. Zu Bethanien gehören beispielsweise die Gefängnisarbeit und die Kinderdörfer.
Um einander besser zu unterstützen in unserem jeweiligen Dienst an den Menschen und gemeinsam an sozialen und politischen Veränderungen zu arbeiten, wollen wir ein Netzwerk schaffen, dass uns dabei hilft. Da dieses Netzwerk nicht mit der Entstehung der Gemeinschaften gewachsen ist, wurde es erst vor wenigen Jahren gegründet und befindet sich noch im Aufbau.
Derzeit sind wir 24.600 dominikanische Schwestern aus 151 Kongregationen (tätige Gemeinschaften) in 110 Ländern.
Alle 3 Jahre wird ein neues Leitungsteam mit Koordinatorinnen für die Kontinente gewählt. Dabei werden  die Generalpriorinnen (Oberste Leitung) der Gemeinschaften auch eine Woche lang miteinander verbringen.  Sie werden einander von der Situation in den jeweiligen Ländern berichten und sich über ein bestimmtes Thema miteinander Gedanken machen. In diesem Jahr geht es um die Neuevangelisierung und unseren dominikanischen Auftrag in der Gegenwart. Jetzt ist es wieder so weit, und ich bin dabei! Einmal "weltweite dominikanische Luft" schnuppern! Das wird bestimmt suuuuuuuuuuper spannend, denn es werden Schwestern  aus 5 Regionen anwesend sein. 6 Gemeinschaften mit Hauptsitz in der Region "Africa", 23 aus "Asia Pacific", 81 aus "Europe", 19 aus "Latin America and Caribbean" und schließlich  22 aus "North America". - Ich werd natürlich hier auch davon erzählen.