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Dienstag, 25. Juni 2013

Es grünt so grün...


Im Sommer wächst ja so manches Kraut im Garten.
Gerade jetzt, wo es viel regnet und  die Sonne eher mäßig scheint, kann man da so einiges entdecken.
Letzten Donnerstag hat sich unsere Laiengemeinschaft mit Sr. B. getroffen, um mit uns dominikanische Gesänge zu üben.
Auf dem Weg zu unserem Treffpunkt habe ich dann eine  besondere Entdeckung gemacht.



Eine bemalte sagen wir mal „Mensch-Ärgere-Dich-Nicht-Figur“ steht, wie aus dem Boden gewachsen,  vor einem Fenster im Kinderdorf.
Nachdem ich dann noch die Frage an Sr. B. stellte, was das zu bedeuten habe,  bekam ich die Antwort: „Die wachsen hier. Schau mal, daneben wächst auch schon eine neue Figur." (Wie war das noch mit Münchhausen?)
Aber gut. Ich bin eigentlich ganz froh, das in meinem Garten kein Plastik wächst. :-)
Aber gut, liebe Schwester, ich werde das im Auge behalten!

Donnerstag, 9. Mai 2013

Gotteslob

Heute morgen in der Messe hatte Sr. Jordana wieder mal ihre komplette Kinderdorffamilie dabei, fünf Kinder von 2 bis 9 Jahre. Wenn keine Kindermesse ist, ist es für die ganz Kleinen natürlich ziemlich langweilig, aber schließlich war Christi Himmelfahrt, da gehört die Kirche eben dazu. 
Ihr Jüngster hat die interessante Angewohnheit, bei den Liedern (die er in den "Erwachsenenmessen" ja nicht kennt) ganz genau zuzuhören - und wenn dann alle wieder still sind, dann singt er nach, was er gerade gehört hat. 
Okay, manchmal kann das schon ein bisschen nerven - vor allem, wenn man gerade zu der Gruppe gehört und sich dafür verantwortlich fühlt, dass die Kinder still sind. Ich konnte mir das heute aber aus der Entfernung anhören und dachte wieder an den Psalm, in dem es heißt: 
"Aus dem Mund der Kinder und Säuglinge
schaffst Du Dir Lob, oh Herr!"
Lasst ihn singen, dachte ich, lasst ihn singen...

Donnerstag, 28. März 2013

Gründonnerstag

Heute haben die "Dunklen Metten" begonnen. Wir singen sie an den drei Kartagen morgens: es sind jeweils die Lesehore und die Laudes.
Ich liebe die besondere Atmosphäre dieser Gebetszeiten: wir singen mit "halber" Stimme, vorne steht ein Kerzenständer mit 15 Kerzen. 
Bei jedem Psalm, den wir anstimmen, werden zwei Kerzen gelöscht - bis schließlich beim Benedictus auch noch die Altarkerzen und das elektrische Licht in der Kirche verlöschen: wenn Jesus Christus verraten und gefoltert wird, wenn er, der das Licht ist, dem Tod entgegen geht, dann kann die Welt nicht hell sein.

Sonntag, 6. Januar 2013

Gutes Kind

Heute waren etwa 90 Kinder, Jugendliche und Erzieher von unserem Kinderdorf in unserem Wohnzimmer zu Besuch. Es war unser traditionelles Dreikönigstreffen: jede Gruppe oder Familie bereitet ein Lied, Gedicht, Instrumental- oder Theaterstück vor und es wird auch viel gemeinsam gesungen. Zum Abschied kriegen alle Kinder noch eine süße Kleinigkeit.
Die Stimmung war in diesem Jahr richtig schön, das Programm vielseitig. 90 Gäste und dazu wir Schwestern, das war schon eng. Ich war extra in Jeans, damit ich mich leichter auf den Boden setzen konnte. Dazu ein orangefarbener Pulli und bunte Socken - wenn schon, denn schon. Beim Abschied riesiges Gewusel. Wir haben im Moment viele ganz Kleine, die kenne ich (noch) nicht alle. Und wie ich da am Boden hocke und einem von den Jungs in die Schuhe helfe, kommt eins von diesen klitzekleinen Mädels doch wirklich und fragt: "Bist du eine Jugendliche oder eine Schwester?"
Gutes Kind!

Freitag, 23. April 2010

Oje - O lumen!

Gerade hatten wir Gesangsstunde. Gregorianik ist ja echt hammerhart. Ich meine: ich bin jetzt 10 Jahre im Kloster, das "O lumen" (wunderschöner Gruß an den heiligen Dominikus) singen wir zu jeder sich bietenden Gelegenheit, hier in Lettland sogar jeden Abend als Abschluss der Komplet. Und eben? Klang ein bisschen, als hätten wir alle das noch nie gehört, geschweige denn je gesungen! Na, wird schon noch... Irgendwann... Vielleicht...
Sr. Barbara, Riga