Posts mit dem Label Orden werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Orden werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 16. Juli 2015

Freiwillig? Naja...

... oder Zölibatversteher Teil 2:
Gestern habe ich über die Einsamkeit geschrieben und darüber, dass ich mir den Zölibat ja freiwillig ausgesucht habe. Die darauf folgenden Kommentare haben mich zu einer Zölibatsversteher-Reihe angeregt. Erster Teil war gestern, zweiter heute, wie viele es noch werden, hängt von euren Kommentaren ab! :)
Erster berechtigter (!) Einwand: der Zölibat ist nicht ganz so freiwillig, wie ich es dargestellt habe. Schließlich kann in der römisch katholischen Kirche niemand Priester werden, der nicht das Gelübde der Ehelosigkeit akzeptiert (von einigen speziellen Ausnahmen abgesehen).
Für die klassischen Orden gilt das auch: z.B. kann keine Frau in unserer Gemeinschaft Schwester werden, ohne das Gelübde der "Keuschheit in Ehelosigkeit" abzulegen. (Ich halte den Einwand für berechtigt, trotzdem widerspreche ich. Damit es klarer wird, überspitze ich die Diskussion mal etwas.)
"Ist das nicht Erpressung?"
.
Denn es muss ja kein Mann Priester und keine Frau Dominikanerin werden. Es gibt andere Berufe, die seelsorgliche Tätigkeiten ermöglichen, z.B. Diakon oder Pastoralreferent, und es gibt andere Möglichkeiten, der Dominikanischen Familie beizutreten, z.B. die Laiengemeinschaften. Aber wer diese eine spezielle Form (Priester/Schwester) wählt, muss die Bedingung des Zölibates akzeptieren.
"Typisch katholische Kirche!"
Ne, eigentlich nicht.
Eigentlich ist es doch bei den meisten Berufen so, dass man bestimmte Voraussetzungen mitbringen muss. Wer Polizist/in werden will, darf nicht einmal ein auffälliges Tattoo oder Piercing haben. Und jeder Beruf bringt seine eigenen Bedingungen mit sich: Kranken- und Altenpfleger werden kaum um den Schichtdienst herumkommen, und wer nicht schwindelfrei ist oder am liebsten drinnen arbeitet, sollte besser nicht Dachdecker werden. 
Mit anderen Worten: Augen auf bei der Berufswahl!

P.S.: Ich weiß natürlich, dass das jetzt sehr provozierend formuliert ist und nur einen kleinen Teilaspekt des Themas trifft, aber das musste eben auch mal gesagt werden. Ich fange aber mit dem dritten Teil lieber schon mal an...

Freitag, 20. März 2015

Blockupy auf christlich

Einige unserer Schwestern sind bei den "Ordensleuten für den Frieden" engagiert. Eine davon, Sr. Klarissa, lebt in Frankfurt. Als ich in den Nachrichten die Schlacht sah, die die Blockupy-Randalierer entfacht hatten, habe ich mir Sorgen um Klarissa gemacht, denn es war klar, dass sie irgendwo mit unter den Demonstranten gewesen war.
Heute schickte sie mir nicht nur einfach ein Lebenszeichen, sondern gleich dazu noch dieses Video, in dem sie ihr Anliegen - wie ich finde - super erklährt.


Dienstag, 20. Januar 2015

Ordensleute und der Kommunismus

Wenn man in einer Gemeinschaft lebt, versteht man sich mit den anderen mal besser, mal weniger gut. In diesem Video kommt Sr. Klarissa zu Wort, die sich bei den Ordensleuten für den Frieden engagiert. Ich teile durchaus nicht alle ihre politischen Ansichten, aber hier sagt sie ein paar Dinge, die ich gerne weitergeben möchte. Danke, Klarissa, für Deinen Einsatz für die Schwachen!
Armut unterm Bankenturm

Donnerstag, 9. Januar 2014

Junge Dominikanerinnen in Europa !

Dieses Bild entstand bei einem Treffen  junger Dominikanerinnen aus ganz Europa in Düsseldorf-Angermund, am letzten Wochenende, an dem ich auch teilnehmen durfte. Zu diesem Treffen werden Schwestern aus den verschiedenen Sprachzonen Europas gesandt, damit sie miteinander in Austausch kommen.
Wir haben uns (gemeinsam mit P. Vivian Boland OP als Moderator) mit dem Thema "Freude an der dominikanischen Berufung" befasst. Dabei haben wir herausgearbeitet, was dominikanisches Leben mit sich bringt und was es bedeutet:
Freude im Heiligen Geist, die so tief ist, dass sie auch in aller Problematik und Not der Anker in unserem Inneren ist.
Gnade, als Gnade Gottes, die wir verkünden; als Gnade Gottes, mit der Menschen durch unsere Verkündigung in Berührung kommen und sie erfahren; als Gnade, die uns zu dieser Verkündigung befähigt.
Freiheit, die uns von allem frei sein lässt, was uns auf dem Weg zu Gott ablenkt, die uns in die rechte Armut führt um bei dem Schatz unseres Lebens, bei Gott, anzukommen.
Freundschaft mit Gott und den Menschen, die uns dazu ruft und befähigt, unsere Freunde einander immer wieder "vorzustellen" und miteinander zu befreunden. Und um derentwillen wir uns Zeit nehmen für diese Freunde und ihr suchen nacheinander.
Abenteuer/Wagnis, in das wir durch unsere Berufung und unsere Freiheit hineingeführt werden, denn die Wege, die wir mit Gott und den Menschen gehen, sind stets neu und bedeuten für uns Veränderung und Wachstum. Das ist abenteuerlich und oftmals ein Wagnis - und lässt uns wachsen in der Freude....
Außerdem wurden aktuelle Fragen und Themen besprochen, die uns junge Schwestern heute beschäftigen, wenn wir auf die Menschen in Europa und auf unsere Gemeinschaften schauen. Es berührte uns tief, dass wir sehr ähnlichen Nöten begegnen. - Was können wir als Dominikanerinnen für Europa und die Völker Europas tun? Wie können wir helfen, die Hindernisse, die sich ihnen auf dem Weg zur Freundschaft mit Gott und zur Freude im Heiligen Geist stellen zu überwinden? 
Wir sind zuversichtlich, durch diesen Austausch den Blick geschärft zu haben und wollen uns auf dem gemeinsamen Weg auch weiterhin unterstützen. 
Mit dabei waren auch die alte DSI(Dominican sisters international)-Coordinatorin für Europa, Sr. Sara (unsere Generalpriorin), die Neue DSI-Coordinatorin für Europa, Sr. Else-Britt aus Norwegen und die internationale DSI-Coordinatorin, Sr. Marie-Therese, die ursprünglich aus der Karibik kommt und für ihre Neue Aufgabe bei DSI nach Rom umgezogen ist. Ihnen und allen Mitgliedern von DSI, verdanken wir die Möglichkeit, einmal im Jahr solch ein Treffen zu organisieren um dann Projekte für die Schwestern in den Sprachzonen ins Leben zu rufen, die sie dabei unterstützen, ihre Berufung für die Gott und die Menschen fruchtbar zu machen.

Samstag, 16. November 2013

Kleider machen Leute

Neulich war ich auf einer Sitzung. Normalerweise wäre ich dort in Tracht erschienen, aber ich war drei Tage lang fast nur mit Bahn und Bus unterwegs, in extrem schmuddeligem Wetter - da habe ich die Jeans vorgezogen. Ich bin froh, dass wir das selber entscheiden können!
Eine interessante Beobachtung am Rande war nun für mich, dass diese Kleiderwahl offensichtlich Auswirkungen hatte. Einige der anderen Teilnehmer kamen ganz normal auf mich zu, begrüßten mich freundlich, plauderten, fachsimpelten. Einige andere aber schienen mich gar nicht zu bemerken - und das, obwohl wir uns erst vor wenigen Wochen auf einer anderen Tagung getroffen hatten. Ob sie mich in ziviler Kleidung einfach nicht erkannten? Oder ob ich ihnen gar etwas suspekt war mit meiner bunten Weste?
Ich will hier nicht über Gedanken und Haltung anderer spekulieren oder urteilen. Aber wieder einmal ist mir klar geworden, dass ich erschreckend abhängig davon bin, wie andere mich ansehen. Kleider machen Leute, und wie man aussieht, so wird man angesehen. Das wissen wir, das akzeptieren wir. 
Aber sollte es bei uns nicht anders sein? Sollten wir - wenigstens wir Ordensleute, aber eigentlich wir Christen insgesamt! - nicht tiefer sehen und uns von Äußerlichkeiten nicht ablenken lassen? Natürlich sollten wir das! Aber leider habe ich kein Geheimrezept dafür. Ich kann nur jedes Mal, wenn ich mich dabei ertappe, wieder neu versuchen, mich daran zu erinnern: dass der Wert eines Menschen sich nicht daran bemisst, was für Kleider er trägt. Und dass das für mich genauso gilt wie für alle anderen!

Donnerstag, 8. August 2013

in alle Welt...

So fühlen sich im Moment die meisten von uns: ziemlich ausgebrannt. Das Generalkapitel in Trogir endete mit dem Fest des Heiligen Dominikus und einer Eucharistiefeier in der Dominikanerkirche in Split, in der ein kroatischer Mitbruder seine Ewige Profess in die Hände des Ordensmeisters ablegte, und zwei kroatische Mitbrüder und ein amerikanischer Frater cooperator - ein Bruder, der nicht Priester werden wird - ihre zeitliche Profess erneuerten. Ein großes Fest!
2 1/2 Wochen Diskussion, geschwisterliche Begegnung, gemeinsames Beten, Ringen um Texte und Formulierungen, und das alles bei meistens mehr als 36 Grad Außentemperatur. Eine großartige Erfahrung!
Nun zerstreuen wir uns wieder buchstäblich in alle Welt. Rolando reist nach Manila, Dominic nach Kinshasa, Wijbe nach Zwolle, Peter nach Fribourg, Pako nach Chile, Augustin nach Oakland, Rick nach Grenoble, Richard nach Sidney, Josef nach Saigon, und ich in den Bayrischen Wald - dort wartet das nächste dominikanische Treffen: Studienwoche der deutschsprachigen Dominikanerinnen.
Wenn unsere Kerzen sich  ein wenig erholt haben, sind sie hoffentlich wieder in der Lage, die Welt zu entflammen!

Dienstag, 23. Juli 2013

Die Welt entflammen - nur welche?


Wer schon mal auf der Website unserer Kongregation war (www.bethanien-op.org), kennt den Hund mit der Fackel und die Legende der Mutter des Heiligen Dominikus. Sie träumte, dass sie einen Hund zur Welt bringen würde, der mit seiner Kraft die ganze Welt in Brand stecken würde.
Dominikus wurde 1172 geboren - also lange vor der Entdeckung Amerikas! Die Welt, die Johanna von Aza, die Mutter des Dominikus, kannte, war aus unserer heutigen Sicht beschränkt. Ganze Kontinente kamen später hinzu.
Jetzt während des Generalkapitels erfahren wir, was das konkret bedeutet. Aus allen Kontinenten sind Brüder gekommen (und zwei Schwestern...), am Tisch sitze ich mit einem jungen Kanadier mit deutschen Wurzeln, in der Kommission mit zwei Afrikanern aus Kongo - Brazzaville und der Republik Kongo, einem Vietnamesen der kanadischen Provinz, der derzeit in Houston/Texas arbeitet, einem Kroaten, der in Hannover tätig ist,
P. Timothy, der sich als Wanderprediger bezeichnet - die ganze Welt ist hier, Dominikus hat "die ganze Welt entflammt"!
Und doch - in den heutigen Diskussionen kam immer wieder das
Gespräch auf die Welt - oder besser: die Welten - in denen wir leben.
Ja, die geographische Welt ist erobert. Aber das bedeutet noch lange
nicht, dass es uns Dominikanerinnen und Dominikanern gelungen
ist, die vielen Welten des Heute zu entflammen. Die Welt der Jugendlichen, der Sprachlosen, der an den Rand Gedrängten, die Welt der Suchenden und der Hoffnungslosen, ... Als Schwestern und Brüder müssen wir uns immer wieder fragen, in welche konkrete Welt wir gesandt sind. Welten, die wir vielleicht erst noch erforschen müssen, die uns unbekannt sind, deren Sprache wir nicht beherrschen. Diese Welten sind es, die heute auf unsere "flammende Verkündigung" warten!
Eine Herausforderung, dieser Hund mit der Fackel.

Montag, 22. Juli 2013

Gebetsweisen

Dominikanische Existenz ist betende Existenz - das hat Dominikus uns in seinen Gebetsweisen vorgemacht! Neun verschiedene Weisen des Gebetes mit dem ganzen Körper sind von ihm überliefert; auch Studium und Pilgerfahrt gehören dazu. Betrachten und das, was mir in der Betrachtung aufgegangen ist, an andere weitergeben - das ist das Wesen des Ordens.

Heute begann das Generalkapitel des Ordens, und jeder der teilnehmenden Priester bekam eine Stola, die extra fürs Generalkapitel entworfen wurde. Die 9 Gebetsweisen sind darin verarbeitet. Wenn dieses Generalkapitel etwas bewirken kann, dann in Gebet und Besinnung!
Das zog sich durch diesen ersten Tag, der am Morgen mit der Heiligen Messe begann. Vom Fest der Heiligen Maria Magdalena bis zum Fest des Heiligen Dominikus am 8. August spannt sich der Bogen. "Geh und verkünde", das war es, was Jesus an Ostern der Heiligen Maria Magdalena auftrug. Das ist auch unser Auftrag als Dominikanerinnen und Dominikaner heute, so der Ordensmeister Bruno Cadoré in seiner Festpredigt.
Der Tag endete dann wiederum mit dem Gebet: feierliche Vesper vom Fest, und danach gemeinsame Anbetung, während der die Möglichkeit zur Beichte bestand. Wie funktioniert das in einer so großen Gruppe von etwa 100 Patres, einigen Laienbrüdern, Schwestern und Gästen? Ganz einfach: wer beichten wollte, sprach einen Priester seines Vertrauens an und ging mit ihm nach draußen! Viele machten von dieser Möglichkeit Gebrauch, im wahrsten Sinne des Wortes "aufgeräumt" in die kommenden Tage gehen zu können!
Wir sind im kroatischen Trogir, wunderschöne Umgebung direkt
am Meer, die mindestens so viel zum Baden einlädt wie zum
Tagen! Was wir hier so machen und wer hier alles ist, erzähle ich
später.
Aber es ist ein großes Geschenk, so mittendrin sein zu dürfen im
Geschehen des Ordens! Ich freue mich schon auf die nächtliche
Gebetsstunde auf meinem Balkon mit Blick aufs Meer...

Übrigens: http://trogir.op.org!

Sonntag, 26. Mai 2013

DSI - Nachklang: Begeisterter Hintergrunddienst

Jetzt bin ich schon eine Woche wieder zurück von der DSI - Tagung in Rom und doch klingt so viel nach!
Da sind die vielen guten Gespräche und Begegnungen mit den Schwestern und auch mit unseren Brüdern, miteinander die Begeisterung für Gottes Reich und die Liebe Gottes zu den Menschen zu teilen. Aber auch die Gespräche über ganz alltägliche Dinge





Die Erfahrung in einem internationalen Team arbeiten zu können, mit Menschen die ich vorher nicht kannte und vielleicht nie wieder sehen werde und ohne dass wir eine gemeinsame Sprache hätten.  - Das ist wie Pfingsten selbst erleben! Echt verrückt und einfach genial!
Naja und die Gewissheit zu einer internationalen Familie zu gehören, an so vielen Orten, bei so vielen Menschen meine Schwestern zu wissen, die dort sind, wo ich nicht sein kann. Wissen, dass sie bei Menschen sind, von denen ich nichteinmal weiß und dass sie meinen Gebeten ihre Hände und Füße zur Verfügung stellen. Und umgekehrt von ihren Gebeten begleitet zu sein, das ist wie Wind unter den Flügeln. Wegen all dem und so viel mehr kommt mir immer wieder kommt mir seitdem der eine Gedanke: DANKE.



Mittwoch, 15. Mai 2013

DSI - Blitzlichter

Ich bin hier in Rom für den Hintergrunddienst bei dem internationalen Treffen der höchsten Oberinnen von dominikanischen Schwesterngemeinschaften. Es geschieht so viel Verschiedenes, dass ich gar nicht dazu komme, davon zu berichten.
Es gibt für jeden Kontinent eine Schwester, die als Coordinatorin die Aufgabe hat, den Dominikanerinnen in ihrem Bereich dabei zu helfen, sich zu vernetzen und einander zu unterstützen in ihrem Dienst an den Menschen. Diese Schwestern haben beeindruckend von ihren Erlebnissen in der letzten Amtsperiode berichtet. Aber auch die Schwester, die bei der UN als unsere NGO (non government organisation) - Vertreterin tätig ist, hat von ihrer Arbeit berichtet.
Natürlich gibt es auch immer wieder unerwartete Unterbrechungen. Die Spannweite ist hier sehr groß! Wir hatten schon zweimal eine Ärztin im Haus, weil von den 110 Schwestern einige wirklich krank wurden. Außerdem wurden schon drei Laptops schwer beschädigt, weil sie der Schwerkraft nicht widerstehen konnten und mit Hilfe der Übersetzerinnen und einem genialen Techniker hier haben wir es geschafft, der alle Daten gerettet hat!!!
Und dann sind da auch noch die Nachrichten, welche die Generalpriorinnen hier erreichen.Gestern wurden wir unterbrochen von der Nachricht, dass eine Missile-Rakete neben einem der Häuser von den Schwestern im Irak eingeschlagen ist. Die Schule, die ihnen gehört, wurde schwer beschädigt, aber die Kinder und die Schwestern sind unverletzt. 
Und all dies bringen wir immer wieder in allen Sprachen vor Gott. Denn es ist Christus, der uns allen die Kraft gibt, dort bei den Menschen zu sein, wo sie gerne übersehen werden, und trotz aller Angst und allen Schwierigkeiten bei ihnen zu bleiben. 

Mittwoch, 8. Mai 2013

LaiendominikanerInnen

In Santa Sabina, dem Dominikanerkloster in Rom, in dem sich die Ordensleitung befindet, sind auch die
Menschen untergebracht, die sich um die internationale Zusammengehörigkeit mühen, die Promotoren, die für 6 Jahre eingesetzt werden.
Einer von ihnen ist für die LaiendominikanerInnen auf der ganzen Welt zuständig.
Die dominikanischen Laiengemeinschaften sind sehr vielfältig, mindestens so verschieden, wie die Kluturen der verschiedenen Länder. Der Promotor hat viele von ihnen besucht. Seine Aufgabe ist es zu sehen, wie er ihnen helfen kann ihre Berufung zu leben, sie darin zu unterstützen sich untereinander zu vernetzen und bei den Brüdern und Schwestern und Nonnen das Bewusstsein dafür zu stärken, dass diese Gemeinschaften ein starker Zweig am dominikanischen Stammbaum sind. Und er berichtet den anderen Promotoren davon, wie die Laiengemeinschaften die dominikanische Spiritualität in den verschiedenen Ländern leben.
Auf seinen Reisen hat er viele Erinnerungsgeschenke bekommen und diese Stehen in Santa Sabina vor seinem Büro auf einem Tisch. Es hat mich sehr gerührt zu sehen, wo ich überall Familie habe. Und ich bin sehr froh, dankbar und stolz, dass wir seit der Seligsprechung von Pater Lataste auch eine bethanische Laiengemeinschaft in Deutschland haben.

Samstag, 4. Mai 2013

DSI Büro - Die Welt im Kleinen

Villa Rosa - Kloster mit B&B
Auch den zweiten Tag im Auto haben wir gut hinter uns gebracht, nur kurz vor Rom standen wir eine Weile auf der Autobahn rum, weil die Straße gesperrt war. Und schon war klar, dass wir in Italien sind. Bei uns bekommen die Menschen sofort lange Gesichter und schlechte Laune. In Italien steigen alle aus und unterhalten sich miteinander. Untergebracht sind wir für die Tage der Vorbereitung im Konvent der "Villa Rosa", wodurch wir nur 5 min. Fußweg bis zu unserem Arbeitsplatz in Santa Sabina haben.  Das Büro, in dem nicht nur die zwei Sekretärinnen sitzen, sondern auch die internationale Coordinatorin von DSI, Sr. Fabiola, wird auch unser Arbeitsplatz sein. Ich staune über all die wundervollen Dinge, die sich im Raum an den Wänden und in den Regalen befinden. 
12 kg schwer; aus Vietnam
Jedes Teil steht für viele Schwestern
Dieses Büro zeigt die Welt im Kleinen. Alle kleinen und großen Geschenke, die Sr. Fabiola bei ihren Besuchen bekommen hat, oder die von Schwestern nach Rom gebracht wurden, finden hier ihren Platz. Immer vor Augen sind sie auch stets in Gedanken und Gebet gegenwärtig.                                                                                                           





Freitag, 3. Mai 2013

Betten auf Rädern - Schlafen unter der Europabrücke.

"Reisegruppe"
Aussicht
Gestern haben wir etwa 780 km gemacht. Diese erste Etappe auf dem Weg nach Rom führte uns bis unter die Europabrücke am Brennerpass. Wir hatten fast den ganzen Tag wundervolles Reisewetter, aber nach unserer Ankunft im JuFa (Jugend und Familiengästehaus) regnete es sich ein. Aus unserem Zimmer haben wir den Blick auf die Europabrücke, sie war lange die höchste in Europa. Und auch von dem Schnee, den wir auf den Bergen ringsum entdeckt haben, ist hier etwas zu sehen. (Das Weiße da neben den Pfeilern.) In unserem Zimmer habe ich etwas gefunden, was gut zu dem "Waschbecken mit Schwung" passt, von dem Sr. Barbara neulich in einem Beitrag berichtet hat: Rollbetten!!!
                    
Ehebett
Schwestern - Betten
   




         und einmal kurz ziehen .....







Heute geht es dann weiter bis nach Rom, also etwa nochmal so weit. Dort werden wir für die ersten Tage der Vorbereitung in der sogenannten "Villa Rosa" aufgenommen werden, aber darüber später mehr.




Mittwoch, 1. Mai 2013

DSI? - Dominican Sisters International!

Juhuuuuuuuuuuuuuu! Nur noch einmal schlafen und ich werde mich mit einer Mitschwester mit dem Auto auf den Weg nach Rom machen, um dort bei der Generalversammlung der Mitglieder von DSI den Hintergrunddienst zu verstärken.
DSI, das ist die Abkürzung für Dominican Sisters International. 
Warum es sowas gibt? Die Familia Dominicana ist sehr vielfältig. Der männliche Zweig ist einheitlich organisiert, aber der weibliche Zweig besteht aus sehr vielen eigenständig organisierten Gemeinschaften. Die sind entweder kontemplativ, das bedeutet, dass die Nonnen dort ihre Berufung, Gott im Gebet zu preisen und für die Menschen, ja die ganze Schöpfung zu beten, leben. Oder diese Gemeinschaften sind apostolisch, was soviel bedeutet wie "tätig". Wir Schwestern wissen uns zwar auch dazu berufen, Gott zu loben und die Welt mit allem in ihr im Gebet vor Gott zu tragen, doch wir leben unsere Berufung auch außerhalb der Klostermauern. Zu Bethanien gehören beispielsweise die Gefängnisarbeit und die Kinderdörfer.
Um einander besser zu unterstützen in unserem jeweiligen Dienst an den Menschen und gemeinsam an sozialen und politischen Veränderungen zu arbeiten, wollen wir ein Netzwerk schaffen, dass uns dabei hilft. Da dieses Netzwerk nicht mit der Entstehung der Gemeinschaften gewachsen ist, wurde es erst vor wenigen Jahren gegründet und befindet sich noch im Aufbau.
Derzeit sind wir 24.600 dominikanische Schwestern aus 151 Kongregationen (tätige Gemeinschaften) in 110 Ländern.
Alle 3 Jahre wird ein neues Leitungsteam mit Koordinatorinnen für die Kontinente gewählt. Dabei werden  die Generalpriorinnen (Oberste Leitung) der Gemeinschaften auch eine Woche lang miteinander verbringen.  Sie werden einander von der Situation in den jeweiligen Ländern berichten und sich über ein bestimmtes Thema miteinander Gedanken machen. In diesem Jahr geht es um die Neuevangelisierung und unseren dominikanischen Auftrag in der Gegenwart. Jetzt ist es wieder so weit, und ich bin dabei! Einmal "weltweite dominikanische Luft" schnuppern! Das wird bestimmt suuuuuuuuuuper spannend, denn es werden Schwestern  aus 5 Regionen anwesend sein. 6 Gemeinschaften mit Hauptsitz in der Region "Africa", 23 aus "Asia Pacific", 81 aus "Europe", 19 aus "Latin America and Caribbean" und schließlich  22 aus "North America". - Ich werd natürlich hier auch davon erzählen.