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Freitag, 11. Juli 2014

Mit und ohne Worte

Bildquelle: Facebookseite
der Katholischen Kirchengemeinde Hubertus Wohldenberg
Diesen Cartoon habe ich heute auf Facebook entdeckt und fand ihn lustig. Wie wahr: Gott kennt unsere Gedanken und Sorgen, er weiß, was wir brauchen - wieso sollten wir ihm irgendwas erzählen, ihn zutexten? Jesus sagt doch: plappert nicht wie die Heiden!
Andererseits: Gott weiß zwar, was wir brauchen, aber wissen wir auch noch, was wir von Gott wollen? Was erwarten wir, wenn wir in die Kirche gehen oder uns zu Hause zum Gebet sammeln? Warum kommen wir zu ihm?
Wir normale Gläubige brauchen Formen, in denen wir unseren Glauben ausdrücken können. Wir versammeln uns und geben unseren Versammlungen einen bestimmten Rahmen. Das hat Jesus uns vorgelebt und so geben wir einander den Glauben weiter.
Aber richtig zu Gott komme ich erst, wenn ich diese Formen mal zur Seite lassen kann. Nicht, dass die Formen schlecht wären, nein! Aber sie sind ja kein Selbstzweck, sondern eben ein Ausdruck unserer oder meiner Beziehung zu Gott. Wenn es mir wirklich um Ihn geht, wenn ich Ihn hören will und nicht nur erzählen, was Er doch sowieso weiß, dann setze ich mich wirklich am liebsten entspannt in eine Kirchenbank (oder in den Wald oder in mein Zimmer) und schweige. 
"Naja, du weißt ja."


Montag, 22. Juli 2013

Gebetsweisen

Dominikanische Existenz ist betende Existenz - das hat Dominikus uns in seinen Gebetsweisen vorgemacht! Neun verschiedene Weisen des Gebetes mit dem ganzen Körper sind von ihm überliefert; auch Studium und Pilgerfahrt gehören dazu. Betrachten und das, was mir in der Betrachtung aufgegangen ist, an andere weitergeben - das ist das Wesen des Ordens.

Heute begann das Generalkapitel des Ordens, und jeder der teilnehmenden Priester bekam eine Stola, die extra fürs Generalkapitel entworfen wurde. Die 9 Gebetsweisen sind darin verarbeitet. Wenn dieses Generalkapitel etwas bewirken kann, dann in Gebet und Besinnung!
Das zog sich durch diesen ersten Tag, der am Morgen mit der Heiligen Messe begann. Vom Fest der Heiligen Maria Magdalena bis zum Fest des Heiligen Dominikus am 8. August spannt sich der Bogen. "Geh und verkünde", das war es, was Jesus an Ostern der Heiligen Maria Magdalena auftrug. Das ist auch unser Auftrag als Dominikanerinnen und Dominikaner heute, so der Ordensmeister Bruno Cadoré in seiner Festpredigt.
Der Tag endete dann wiederum mit dem Gebet: feierliche Vesper vom Fest, und danach gemeinsame Anbetung, während der die Möglichkeit zur Beichte bestand. Wie funktioniert das in einer so großen Gruppe von etwa 100 Patres, einigen Laienbrüdern, Schwestern und Gästen? Ganz einfach: wer beichten wollte, sprach einen Priester seines Vertrauens an und ging mit ihm nach draußen! Viele machten von dieser Möglichkeit Gebrauch, im wahrsten Sinne des Wortes "aufgeräumt" in die kommenden Tage gehen zu können!
Wir sind im kroatischen Trogir, wunderschöne Umgebung direkt
am Meer, die mindestens so viel zum Baden einlädt wie zum
Tagen! Was wir hier so machen und wer hier alles ist, erzähle ich
später.
Aber es ist ein großes Geschenk, so mittendrin sein zu dürfen im
Geschehen des Ordens! Ich freue mich schon auf die nächtliche
Gebetsstunde auf meinem Balkon mit Blick aufs Meer...

Übrigens: http://trogir.op.org!