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Sonntag, 22. Dezember 2013

Macht hoch die... 22. Tür - Sonntag

"Alle Täler sollen sich heben, 
Berge und Hügel sollen sich senken."
"Bereitet dem Herrn einen Weg durch die Wüste."
Mit starken Bildern beschreibt der Prophet Jesaja, dass unüberwindlich scheinende Gewalten weichen müssen, wenn Gott kommt, um den Menschen zu erlösen.
Ist das nur eine Prophezeiung für die Endzeit? Müssen wir uns hier und heute mit Mauern, Gittern und Fesseln abfinden? Ich denke, nein.
Auch in dieser Welt können wir dafür kämpfen, dass Gerechtigkeit geschieht, dass Menschen frei werden. Dabei geht es nicht immer nur um die Zwänge, die uns von außen auferlegt werden. Manches tun wir uns auch selber an. Dieses Bild zeigt ein Gitter aus einem kontemplativen Kloster. Es ist schön und aufwendig gearbeitet. Die Nonnen hatten sich freiwillig in eine Welt des Gebetes zurückgezogen - eine gute Welt! Aber eines Tages haben sie beschlossen, sich mehr den Menschen zuzuwenden - ohne dabei den Kontakt zu Gott zu verlieren. Sie haben gemerkt, dass das geht, dass sie das Gitter öffnen und sich in Freiheit an Gott binden können.
Für mich ist das ein Vorbild. Ich möchte frei sein - aber in dieser Freiheit nicht vergessen, dass ich frei bin für Gott. Der Weg ist geebnet, damit Er in die Welt kommen kann.

Sonntag, 15. Dezember 2013

Macht hoch die... 15. Tür


Eine aufwendig geschmückte Tür. Man sieht: hier wird ein großes Fest gefeiert, schon von weitem sollen die Gäste darauf eingestimmt werden.
Auch wir erwarten z.Zt. ein großes Fest, Weihnachten. Deshalb schmücken wir unsere Häuserfassaden, unsere Einkaufspassagen.
Doch Weihnachten bedeutet nicht, dass Gott im Mediamarkt erscheinen will. Wenn Gott Mensch wird in Jesus Christus, dann will er direkt in unsere Herzen kommen. Die müssten wir vor allem auf die Begegnung mit ihm vorbereiten und schmücken. Aber wie geht das?
Heute am Gaudete-Sonntag helfen uns die Texte des Gottesdienstes dabei: 
"Freut euch im Herrn zu jeder Zeit! 
Noch einmal sage ich: freuet euch! 
Denn der Herr ist nahe."

Sonntag, 8. Dezember 2013

Macht hoch die ... 8. Tür - Sonntag

Eine Theatertür. Eine Attrappe. Die richtige Tür ist dahinter, groß und schön. Aber im Moment wird ein Stück gespielt, dafür wird die kleine Papptür gebraucht.
Plötzlich kommt mir unser Leben wie ein Theaterstück vor. Wir sitzen im Publikum oder spielen selber mit. Aber immer ist es nur eine Illusion, wenn wir diese Tür benutzen. Sie gehört zum Stück und sie ermöglicht auch den Weg zur richtigen Tür - aber sie ist nicht selber das Ziel.
Wer den Durchblick hat, der weiß, dass er am Ende des Stücks auch einfach um die Kulisse herumgehen kann. Er braucht die Papptür nicht, um zur richtigen Tür zu kommen. Höchstens - und das darf man nicht unterschätzen! - hat er das ganze Stück lang an dieser ollen Pappe beobachtet, was eine Tür ist und wie sie funktioniert. 
Wer mitgespielt hat, hat vielleicht sogar schon einen Blick hinter die Kulissen geworfen und wird nach dem Schlussapplaus (jetzt gerade!) durch die Papptür zur richtigen Tür gehen. Einfach, weil ihm die Attrappe lieb geworden ist und weil er sich in seiner Bühnenrolle wohl fühlt. Nicht, weil er sie mit der echten Tür verwechselt.
Vielleicht treffen sich dann Zuschauer und Mitspieler wieder. Und gehen durch die richtige Tür. Wohin? Weiter.

Sonntag, 1. Dezember 2013

Macht hoch die ...1. Tür - Sonntag

Macht hoch die Tür,
die Tor macht weit!
Es kommt der Herr der Herrlichkeit...

So singen wir im Advent, wenn wir uns auf Weihnachten vorbereiten. Gott will zu uns kommen, Er will Mensch werden. Dafür wollen wir die Türen öffnen, sozusagen das Unsre dazu tun, damit die Begegnung stattfinden kann.
Deshalb haben wir in diesem Jahr unseren Blog-Adventskalender unter das Thema "Macht hoch die Tür" gestellt. Vielleicht kann ja der ein oder andere Eintrag helfen, Deine/Ihre Tür ein Stückchen weiter zu öffnen.
Eine gesegnete Adventszeit!