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Freitag, 1. März 2013

"Ich war fremd"

Heute ist der Weltgebetstag der Frauen. In diesem Jahr ist das Thema "Ich war fremd - ihr habt mich aufgenommen", das Schwerpunktland ist Frankreich.
Frankreich. Hmm. Eigentlich denkt man bei diesem Weltgebetstag mehr an die Dritte Welt. Aber dann haben wir uns in der Vorbereitung mit dem eigentlichen Thema beschäftigt: "Ich war fremd." Einwanderer und Asylsuchende gibt es überall, in Frankreich, auch bei uns in Deutschland.
Und plötzlich war uns das Thema ganz nah. Näher als ein interessierter Blick in eine fremde Welt oder ein mitleidiges Staunen darüber, wie Menschen anderswo leben müssen. Es geht nicht um andere Menschen weit weg. Es geht um uns und unsere Nachbarn.
"Ihr habt mich aufgenommen."
Es geht darum, dass andere zu uns kommen und wie wir darauf reagieren. Fremdeln wir? Oder helfen wir beherzt? Es geht auch darum, ob wir selber schon einmal fremd waren. Können wir nachempfinden, wie es Menschen geht, die in Deutschland (oder Frankreich) leben, aber ihre Wurzeln woanders haben?

Samstag, 23. April 2011

Karfreitag Mahnwache Abschiebehaft Schiphol





Karfreitag habe ich schon zum zweiten Mal an einer Mahnwache bei der Abschiebehaft Flughafen Schiphol teilgenommen. Die Inhaftierten, oft sogar Kinder dabei, alle unschuldig, mit einer sehr schmerzlichen Geschichte, wurden in einem Raum zusammengefuehrt und die Fensterladen heruntergelassen. Lediglich an einer Stelle konnte Kontakt gelegt werden, das taten wir dann auch eifrig (Bild 1 und 2). Die Mahnwache war in der Form eines Gebetsdienstes mit Liedern, Stille, Gebet und Tanz. In diesem Gebaeude sind vor einigen Jahren 11 Inhaftierte gestorben als Brand ausbrach und das Personal nicht adequat reagiert hat. Fuer jedes Opfer hatten wir ein kleiner Gedenkstein, der mit Blumen verziert wurde. Es war alles - trotzdem es eindrucksvoll war - nur ein kleines Zeichen; man fuehlt sich erbaermlich hilflos angesichts dieses unnoetigen Leidens.