"Lasst euch nicht mehr von euren Begierden treiben wie früher, in der Zeit eurer Unwissenheit. Wie er, der euch berufen hat, heilig ist, so soll auch euer ganzes Leben heilig werden. Denn es heißt in der Schrift: Seid heilig, denn ich bin heilig."
Dieses Zitat aus dem ersten Brief des Apostels Petrus drückt für mich wunderbar aus, worauf es in der Fastenzeit ankommt.

Wenn wir heute in der Messe das Aschenkreuz auf die Stirn gezeichnet bekommen, sagt der Priester dazu entweder "Gedenke Mensch, dass Du Staub bist und zum Staub zurückkehrst" oder "Kehr um und glaub an das Evangelium".
Beide Sätze sind natürlich gut und richtig. Aber mir gefällt der zweite besser. Zum einen ist im Evangelium die Sterblichkeit mit inbegriffen. Zum anderen ist dieser Satz auf unser Potential ausgerichtet. Ja, ich kann umkehren und glauben. Ich muss es nur tun.

Kann man in sechs Wochen heilig werden? Nein. Heilig bin ich nur in jedem einzelnen Augenblick. Deswegen schreibt Petrus auch nicht "Werdet heilig" sondern "Seid heilig"! Das kann man nicht üben oder lernen. In dem Moment, in dem ich mich auf Gott und sein Wort ausrichte, bin ich heil. Mmh... Schwierig? Okay, das Ausrichten auf Gott, das kann man natürlich schon lernen und üben. Aber das wäre mal einen eigenen Beitrag wert...
Gesegnete Fastenzeit!
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