Gestern morgen hatten wir wieder unsere Mittwochs-Frühschicht. Diesmal war die rechte obere Ecke des Hungertuches dran, das letzte Abendmahl. Allerdings haben wir uns auf die Fußwaschung konzentriert, die Eucharistie kommt nächste Woche.
Unsere Frühschichten haben den Obertitel von der Misereor-Aktion "Mut ist, zu geben, wenn alle nehmen."
Was hat das jetzt damit zu tun? Braucht es etwa Mut, um zu helfen? Ich meine, manchmal schon. Manchmal ist es gar nicht so einfach, einem anderen beizustehen, der gerade ausgelacht wird oder Druck kriegt. Wieviel Überwindung kostet es viele Menschen, bis sie sich einem Menschen, der sie um Geld bittet, wirklich zuwenden, ihn ansehen - statt nur eine Münze in den Pappbecher zu werfen? Und manchmal haben wir auch Angst uns selbst zu verlieren und können uns deshalb nicht verschenken. Dann braucht es Mut, auch nur zu sagen: "Aber klar hab ich Zeit für Dich! Ich bin ganz Ohr!"
Genau diesen Mut will Jesus uns schenken. Er ermutigt uns, uns einzusetzen für die Menschen, denen wir Tag für Tag begegnen.
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