47. Die Kirche ist berufen, immer das offene Haus des Vaters zu sein.
Eines der konkreten Zeichen dieser Öffnung ist es, überall Kirchen mit
offenen Türen zu haben. So stößt einer, wenn er einer Eingebung des
Geistes folgen will und näherkommt, weil er Gott sucht, nicht auf die
Kälte einer verschlossenen Tür. Doch es gibt noch andere Türen, die
ebenfalls nicht geschlossen werden dürfen. Alle können in irgendeiner
Weise am kirchlichen Leben teilnehmen, alle können zur Gemeinschaft
gehören, und auch die Türen der Sakramente dürften nicht aus irgendeinem
beliebigen Grund geschlossen werden. Das gilt vor allem, wenn es sich
um jenes Sakrament handelt, das „die Tür“ ist: die Taufe. Die
Eucharistie ist, obwohl sie die Fülle des sakramentalen Lebens
darstellt, nicht eine Belohnung für die Vollkommenen, sondern ein
großzügiges Heilmittel und eine Nahrung für die Schwachen.[51]
Diese Überzeugungen haben auch pastorale Konsequenzen, und wir sind
berufen, sie mit Besonnenheit und Wagemut in Betracht zu ziehen. Häufig
verhalten wir uns wie Kontrolleure der Gnade und nicht wie ihre
Förderer. Doch die Kirche ist keine Zollstation, sie ist das Vaterhaus,
wo Platz ist für jeden mit seinem mühevollen Leben.
(Un)sichtbare Kämpfe
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Lustiges Bild – aber irgendwie auch traurig. Jeder kämpft auf seine Weise.
Ich frage mich: Was wäre, wenn wir wirklich sehen könnten, womit Menschen
kämpfe...
vor 14 Stunden
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