Einer meiner Fastenvorsätze ist der weitgehende Verzicht auf Kaffee. Nicht vollständig, eine halbe Tasse beim Frühstück ist erlaubt, es geht mehr um die Zeit am Schreibtisch. Das mache ich seit ein paar Jahren und habe erfahren, dass mir das ziemlich schwer fällt. Ich trinke stattdessen schwarzen Tee und nenne das mein Methadon, meine Ersatzdroge, aber eigentlich geht es dabei nicht um eine körperliche Abhängigkeit vom Koffein.
Nein, mir geht es darum, dass ich mir eine Gewohnheit zugelegt habe, der ich folge, selbst wenn ich erkenne, dass sie mir schadet. Sogar wenn ich merke, dass ich allmählich wirklich zuviel Koffein in mich reinschütte, höre ich nicht auf. Selbst wenn ich weiß, ich werde nicht schlafen können. Selbst wenn er mir nicht mehr schmeckt, eben weil er kalt geworden ist, trinke ich immer weiter. Das schadet mir - körperlich, aber auch seelisch, denn es macht mich unfrei.
Gott will uns als freie Menschen, die sich ihm mit ganzer Hingabe zuwenden. Daran soll uns die Fastenzeit erinnern. Sie gibt uns die Chance, Ballast abzuwerfen, oder uns wenigstens bewusst zu machen, wo wir uns selber Fesseln anlegen, Tag für Tag.
Sr.Barbara
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