Mittwoch, 1. Januar 2014

Ein neuer Anfang

Ich werde wohl nie das Gefühl vergessen, dass mein erstes Silvester im Kloster begleitet hat.
Wir hatten gemütlich zu Abend gegessen, dann gespielt und uns unterhalten, ich glaube, wir hatten sogar "Dinner for one" gesehen. Ein richtiger, schöner Silvesterabend eben.
Und dann waren wir in die Kirche gegangen. Zuerst in die eucharistische Anbetung, dann sangen wir die Komplet, das Abendgebet der Kirche. Schön.
Fünf Minuten vor zwölf. Die Komplet war zu Ende, die Schwestern blieben auf ihren Plätzen. Ich wurde langsam nervös: worauf warten die denn? Gleich ist Mitternacht, da müssen wir doch Feuerwerk gucken! Und mit Sekt anstoßen! Und so... Da muss man pünktlich sein, das ist wichtig, weil... Keine Ahnung, warum, jedenfalls vertrödelt man an Silvester nicht die Mitternacht!
Und dann fing die Vorsängerin an, das TeDeum zu singen, den großen Lobpreis, dazu läutete die Glocke.
Heute weiß ich, dass das kein Versehen war, sondern dass wir dieses letzte Lied bewusst zwei Minuten vor Mitternacht beginnen, damit wir über den Jahreswechsel hinweg unseren Lobpreis singen. Vielleicht glauben die Leute im Dorf deshalb, dass wir mit unserer Glocke einen Frühstart hinlegen, und wir verpassen die ersten Raketen, aber inzwischen ist mir das egal. Inzwischen mag ich es, den Jahreswechsel ganz unter das Lob Gottes zu stellen.
Ein gesegnetes neues Jahr!

Kommentare:

  1. Das klingt wunderbar! Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Jahr 2014.
    Liebe Grüße

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  2. Danke! Ja, es ist schön, aber eben eine Gegenwelt, die mir damals sehr fremd war. Ich will die Erinnerung an dieses Fremdheitsgefühl in mir wach halten. Das hilft mir zu sehen, dass nichts selbstverständlich ist. Liebe Grüße, Sr. Barbara

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